Dokumentation der Tagung „Lebensweltorientierte Komplexleistungen – Von Schnittstellen zu Nahtstellen“

Dokumentation der Jahrestagung 2018 des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. : „Lebensweltorientierte Komplexleistungen – Von Schnittstellen zu Nahtstellen“ am 20. und 21. Juni 2018 im Haus der Kirche, Dresden
Präsentationen herunterladen von siehe auch https://www.dvgp.org/tagungsberichte/jahrestagung-2018.html

"Wie können wir Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen angesichts der aktuellen Sozialrechtsreformen so gestalten, dass sie dem Wohl der Betroffenen dienen?" Diese Frage stand im Zentrum der Jahrestagung 2018 des Dachverbands Gemeindepsychiatrie im sommerlichen Dresden, die mit über 250 Teilnehmenden sehr gut besucht war und viel Raum für Diskussionen über aktuelle Fachfragen bot.

Konsens bestand darüber, dass eine Vernetzung aller relevanten Akteure notwendig ist, um aus Schnittstellen echte Nahtstellen in der Versorgung zu machen. Grenzen zwischen den Sozialgesetzbüchern müssen dafür ebenso überwunden werden wie Grenzen zwischen den Professionen – etwa durch eine Bündelung von personenorientierten Komplexleistungen in der Gemeindepsychiatrischen Basisversorgung. Ansätze, wie dies vor dem Hintergrund von BTHG und PsychVVG gelingen kann, boten in Vorträgen und Diskussionen Fachleute aus der gemeindepsychiatrischen Versorgung, der medizinischen Behandlung, aus Pflege und Betreuung sowie aus Forschung und von Sozialverbänden. Die Tagung war damit einen wichtiger interdisziplinärer Knotenpunkt, um gemeinsam neue Lösungen entwickeln zu können. Dafür, dass die Vorstellungen der Profis stets an der Lebenswirklichkeit und den Anforderungen der Menschen orientiert bleibt, sorgten die kritischen Wortbeiträge von Vertreterinnen aus der Betroffenen- und Angehörigenselbsthilfe.

Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden zur Ausgestaltung von Teilhabeleistungen und Vernetzungsmöglichkeiten, die von einem diskussionsfreudigen Publikum verfolgt wurden, boten an beiden Veranstaltungstagen zahlreiche Symposien und Workshops Gelegenheit, in kleinerer Runde mit Fachleuten und Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Neben einer Vertiefung des Schwerpunkts der Tagung, wie etwa Fragen von Teilhabeberatung, Pflege und Assistenzleistungen im BTHG sowie den Nahtstellen zur Jugendhilfe und medizinischen Leistungen boten weitere Workshops Einblicke in aktuelle Themen wie die Datenschutzgrundverordnung, Resilienz, Wirkungsorientierung und Social Media.

Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung durch den Landesverband Gemeindepsychiatrie Sachsen e.V. sowie den Psychosozialen Trägerverein Sachsen. An dieser Stelle dafür ein herzliches „Dankeschön“!

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