Antipsychotika: Entzugssyndrom bei Neugeborenen

Antipsychotika: Entzugssyndrom bei Neugeborenen

Neuroleptika können bei Einnahme im letzten Schwangerschaftsdrittel bei Neugeborenen zu Entzugssymptomen mit extrapyramidalen Nebenwirkungen führen. Daher bereiten die Zulassungsbehörden derzeit ein Stufenplanverfahren vor, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit. Hintergrund ist eine Neubewertung der Risiken durch die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe der Europäischen Arzneimittelagentur EMA.

Demnach traten bei Neugeborenen, deren Mütter im dritten Trimenon Neuroleptika eingenommen hatten, folgende Symptome auf: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen.

Es handelt sich anscheinend um einen Klasseneffekt. Neue Warnhinweise in Fach- und Gebrauchsinformation sollen alle Antipsychotika erhalten. In Deutschland gehören dazu Amisulprid, Aripiprazol, Asenapin, Benperidol, Bromperidol, Chlorprothixen, Clozapin, Flupentixol, Fluphenazin, Fluspirilen, Haloperidol, Levomepromazin, Melperon, Olanzapin, Paliperidon, Perazin, Perphenazin, Pimozid, Pipamperon, Promethazin, Prothipendyl, Quetiapin, Risperidon, Sertindol, Sulpirid, Thioridazin, Tiaprid, Ziprasidon, Zotepin und Zuclopenthixol. (db)

12.12.2011 l PZ

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