Täter in Psychiatrie eingewiesen

06.02.2015
Freiburg
Täter in Psychiatrie eingewiesen

Das Landgericht hat entschieden, dass ein 31-jähriger Mann auf unbeschränkte Zeit in einer Psychiatrie untergebracht werden muss. Er hatte im Juni vergangenen Jahres im Stadtteil Herdern einen evangelischen Pfarrer mit drei Messerstichen getötet. Erschüttert und fassungslos stehen wir vor der Tat", sagte der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte sei Täter und Opfer seiner Krankheit zugleich. Der Mann leidet an einer psychotischen halluzinatorischen Schizophrenie. Er war davon überzeugt, die Inkarnation von Jesus Christus zu sein. Er hielt den Pfarrer für Satan, der die Mutter des Angeklagten und eine frühere Mitpatientin aus einer Psychiatrie gefangen halte und töten wolle. Er habe den Pfarrer töten müssen, um die Welt zu retten. Die Krankheit ist nach Auffassung eines Gutachters nicht heilbar, könnte aber mithilfe von Medikamenten unter Kontrolle gebracht werden. Da von dem Mann eine dauernde Gefahr ausgehe, müsse er dauerhaft untergebracht und therapiert werden, so der Vorsitzende. Kurz vor der Tat hatte der Mann dreimal die Polizei angerufen und um Hilfe gegen den Pfarrer gebeten. Doch man nahm die Anrufe in der Notrufzentrale nicht ernst.

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Erscheinungsdatum: 
06.02.2015
Fundstelle: 
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/taeter-in-psychiatrie-eingewiesen/-/id=1552/nid=1552/did=15030378/1xe47hw/

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