Recovery - Grundlagen und Konzepte

Recovery ist streng genommen schon ein alter Hut. Der Begriff findet schon lange Verwendung in der Medizin. Problematisch ist jedoch die Definition von Recovery.

Innerhalb der letzten Jahre hat Recovery sehr an Bedeutung zugenommen. Kliniker, Gesundheits- und Versorgungsplaner, Politiker und Aktivisten, Manager und Wissenschaftler versuchen vermehrt, Recovery als Ziel und als Kernkonzept ihrer Bemühungen festzumachen. Weiter unten werden wir sehen, was das Konzept Recovery für alle Beteiligten so attraktiv macht. Zu Wort kommen aber auch die Schwierigkeiten und Stolpersteine, die der Paradigmenwechsel hin zu Recovery mit sich bringt.

Die aktuelle Entwicklung kann man nur verstehen, wenn man das Zusammentreffen von Interessen und Aktivitäten der Betroffenen und der Profis im Gesundheitswesen sieht. Dies ist die Fortsetzung und logische Konsequenz der Erfolge der Betroffenenbewegung. Haben wir oben geschrieben, dass Recovery ein alter Hut sei, so kann man nun sagen, dass das Neue an Recovery die sich mehrende Bereitschaft und Expertise in der Zusammenarbeit der Betroffenen und Profis ist. Recovery entwickelt sich aus dem Empowerment der Betroffenen und resultiert aus dem Faktum, dass die Betroffenen neue Zugänge gefunden haben, um,das professionelle System zu verstehen und zu beeinflussen.

Die recht trockene Diskussion der Definition von Recovery und die Beschreibung des Wegs der offiziellen Gesundheitspolitik ist leider unvermeidbar. Viele der konzeptuellen und politischen Denkweisen und Entscheidungen kamen zustande durch die Kooperation von Betroffenen, Profis und Politikern. Die meisten der Publikationen mit dem größten Einfluss stammen aus der Hand von Betroffenen und von Arbeitsgruppen, in denen sich Betroffene und Nichtbetroffene zusammengetan haben.

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