Rentner aus Wittmund muss in die Psychiatrie

Rentner aus Wittmund muss in die Psychiatrie
Der Mann war mehrfach wegen gewalttätiger Handlungen aufgefallen und hatte Menschen mit dem Tod gedroht. Jetzt entschied das Langericht Aurich, dass der 70-Jährige auf unabsehbare Zeit in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird.
Spuren von Gewalt: Dieses Polizeifahrzeug hatte der Wittmunder Rentner attackiert.

Aurich. Der 70-jährige Rentner, der im April und Juli vergangenen Jahres die Wittmunder Polizei in Atem gehalten hat, wird auf unabsehbare Zeit in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Das entschied gestern das Landgericht Aurich. Für die Taten am 17. April konnte der Wittmunder wegen Schuldunfähigkeit nicht zur Verantwortung gezogen werden.

Anders sah es bei seinem Ausraster am 2. Juli aus. Wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte im Zustand verminderter Schuldfähigkeit wurde er zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Aber auch diese Zeit wird der Mann vermutlich in der Psychiatrie verbringen.

Denn dass seine paranoid-querulatorische Persönlichkeitsstörung auch nach mehrmonatigem Psychiatrieaufenthalt nicht mal ansatzweise therapiert ist, zeigte sich nach dem offiziellen Ende der Gerichtsverhandlung. "Ich verfluche das ganze Gericht und alle Zeugen, die gegen mich ausgesagt haben, und alle ihre Nachfahren bis in alle Ewigkeit", rief der Rentner, bevor er aus dem Saal geführt wurde.

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Erscheinungsdatum: 
03.02.2015
Fundstelle: 
https://www.emderzeitung.de/landkreis-aurich/~/wittmund-rentner-muss-in-die-psychiatrie-181051/

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