Urteil: Drogenköche wandern für Jahre hinter Gitter

Urteil
Drogenköche wandern für Jahre hinter Gitter

Abwässer der Drogenproduktion landeten im Kanal: Ein verhängnisvoller Fehler, der die Crystal-Meth-Hersteller auffliegen ließ.

Nach intensiver Internetrecherche und dem Studium einiger Chemiebücher verwirklichte Martin P. (47) sein Vorhaben, mit der Produktion der Todesdroge „Crystal-Meth“ das große Geld zu machen. In seinem ebenfalls beschäftigungslosen Freund Franz E. (52) fand er einen willigen Helfer.

Ein Haus in Moorbad-Harbach im Bezirk Gmünd wurde angemietet und ein Labor eingerichtet. Nach einer gewissen Anlaufzeit mit Experimenten gelang es P., Methamphetamin in erforderlicher Verkaufsqualität herzustellen. Ab Oktober 2011 lief das Geschäft an. Auch eine zwischenzeitliche Verurteilung von Martin P. zu einer einjährigen Bewährungsstrafe wegen Suchtmittelvergehens stoppte die geheime Produktion im Waldviertel nicht. Erst der Fehler, die Abwässer der Giftproduktion flugs in der Toilette zu entsorgen, brachte das Duo ins Visier der Behörden und schlussendlich auf die Anklagebank.

Drogenkoch Martin P. wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Für Helfer Franz E. setzte es fünf Jahre. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
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