Krass: Schulabschluss entscheidend für Drogenkonsum?

Krass: Schulabschluss entscheidend für Drogenkonsum?
Diese Deutschen nehmen am meisten Crystal Meth & Co.
28.01.2015

Die Deutschen schnupfen, spritzen und rauchen rund 219 Tonnen Drogen im Jahr. Wer sind die Menschen, die diese unglaubliche Menge illegal kaufen und konsumieren? Das Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg stellte sich diese Frage und hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht.

In welchem Bundesland leben die meisten Drogen-Konsumenten und welchen Schulabschluss haben eigentlich Crystal Meth Abhängige? Auf diese Fragen kann die Studie der Uni Hamburg eine klare Antwort geben. 400 Befragte nahmen dafür an der Untersuchung teil und bringen Licht in die Statistik des durchschnittlichen deutschen Drogenkonsumenten.

Wie der Stern berichtet, sind knapp die Hälfte (52 Prozent) der User beider Drogen junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren. Kein Wunder, da gerade Crystal Meth wegen seiner belebenden Wirkung als Partydroge gilt. Laut der Statistik sind die Konsumenten vor allem Männer, die zu Crystal Meth (73,3 Prozent) oder Speed (66,3 Prozent) greifen.

Erstaunlich ist auch das Ergebnis zu dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der Konsumenten: Fast 43 Prozent der Meth-User haben ein mageres Monatsgehalt zwischen 301 und 600 Euro zur Verfügung. Rund 41 Prozent der Menschen, die Speed konsumieren, verdienen maximal bis zu 600 Euro netto. Auch beim Schulabschluss sind deutliche Unterschiede festgestellt worden: 34 Prozent der Meth-User besitzen gerade einmal einen Hauptschulabschluss. Dafür steht bei knapp 59 Prozent der Speed-Konsumenten eine Abitur- bzw. Fachabitur-Note auf dem Zeugnis.

Anhand der erstauffälligen Konsumenten errechnete die Uni Hamburg ebenfalls, in welchem Bundesland welche Drogen besonders „beliebt" sind. In Rheinland-Pfalz sind es Meth und Ecstasy, Crack in Hessen, in Berlin sollen die meisten Koksnasen und Heroinkonsumenten sitzen.

Trauriger Spitzenreiter mit den meisten Drogentoten ist Bayern mit 230 Fällen im Jahr 2013. Erfreulich ist allerdings, dass die Zahl der Todesfälle in Deutschland insgesamt in den letzten Jahren deutlich zurückging. 1991 waren es noch über 2.000 Tote, 2013 waren es knapp 1.000. Deshalb noch einmal die Warnung: Finger weg von Drogen!

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