Neue Selbsthilfegruppe für Schlafkranke in Melle-Gesmold

28.01.2015,

Nächstes Treffen am 7. Februar Neue Selbsthilfegruppe für Schlafkranke in Melle-Gesmold

Narkolepsie ist bekannt als Schlafkrankheit. Jetzt gibt es eine neue Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige, die sich in Melle-Gesmold trifft. Foto: dpaNarkolepsie ist bekannt als Schlafkrankheit. Jetzt gibt es eine neue Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige, die sich in Melle-Gesmold trifft.

Osnabrück/Melle. Die Krankheit wurde in Deutschland bei rund 3000 Menschen diagnostiziert, aber die Dunkelziffer liegt schätzungsweise bei mehr als 40000 Betroffenen. Sie leiden an Narkolepsie, auch bekannt als Schlummersucht oder Schlafkrankheit. Seit Beginn dieses Jahres gibt es eine neue Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige, die sich in Melle-Gesmold trifft. Das kommende Treffen findet am 7. Februar statt.

Betroffene bekommen wegen ihres „Hobbys“ Schlafen von Ärzten schon mal wenig hilfreiche Ratschläge: „Feiern Sie nicht so viel und gehen Sie mal früher ins Bett.“ Narkolepsie hat zahlreiche Symptome. Dazu gehören etwa Tagesschläfrigkeit und Schlafattacken, gestörter Nachtschlaf, plötzlicher Verlust der Muskelspannkraft oder Schlaflähmungen. Es handelt sich um eine seltene lebenslang anhaltende neurologische Erkrankung. Bei Patienten wird im Hirn der Botenstoff Hypergretin zu wenig oder gar nicht produziert.

Bei Menschen mit Narkolepsie ist die Schlaf-wach-Regulation gestört. Das Hauptmerkmal der Narkolepsie ist die extreme Müdigkeit und Schläfrigkeit am Tage. Die Patienten schlafen immer wieder ein, sogar in Situationen, in denen es störend oder gefährlich ist. Neben der Tagesschläfrigkeit kommt es mehr oder weniger häufig zu einem kurzen Verlust der Muskelspannkraft meist ausgelöst durch plötzliche starke Gefühle. Der plötzliche Verlust der Muskelspannkraft wird als Kataplexie bezeichnet. Diese beiden Hauptsymptome prägen das Bild der Narkolepsie.

Narkolepsie ist bis heute nicht heilbar, kann aber durch diverse Medikamente und Schlafpausen abgemildert werden. Die Krankheit ist nicht lebensbedrohlich, schränkt die Lebensqualität aber deutlich ein.

Die Treffen finden jeden zweiten Samstag von 15 bis 17 Uhr im Pfarrheim der katholischen St.-Petrus-Gemeinde, Freihenhagen 6, in Melle-Gesmold statt.

Auskunft erteilt das Büro für Selbsthilfe und Ehrenamt des Gesundheitsdienstes für den Landkreis und die Stadt Osnabrück, 0541/501-3128.

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