Österreich: FLUCHT MIT UNTERSTÜTZUNG

21.01.2015
FLUCHT MIT UNTERSTÜTZUNG
Häftling aus forensischer Abteilung in Mauer geflohen

Weil bei ihm eine „suizidale Einengung“ (Selbstmordgefahr) diagnostiziert wurde, wurde ein Häftling der Justizanstalt Stein in die forensische Abteilung ins Landesklinikum Mauer verlegt. So schlecht dürfte es ihm aber nicht gegangen sein, denn am Sonntag um 22 Uhr ist Zarko J. (35) von dort geflohen.

Er hatte dabei Unterstützung von außen. Die Fluchthelfer zwickten den Außenzaun um das Gebäude auf und dann auch noch den festen Maschendraht vor einem Toilettenfenster im Parterre der forensischen Abteilung. Zwei vertikale Gitterstäbe, mit denen dieses zusätzlich gesichert ist, zwängten sie auf und hebelten das Fenster heraus.

Wie J. Kontakt mit seinen Fluchthelfern aufgenommen hat, ist noch nicht ganz klar. Fest steht, dass er am Samstag Besuch hatte – ob von jenen Personen, die ihm am Sonntag zur Freiheit verhalfen, ist derzeit noch nicht klar.

Fahndung bislang ergebnislos
Natürlich wurde sofort eine Fahndung eingeleitet, die bislang aber erfolglos blieb. Es wird ein europaweiter Haftbefehl ausgestellt.

Zlato J. war erst im Juli 2014 festgenommen worden und hätte wegen Eigentumsdelikten noch eine fünfjährige Haftstrafe absitzen sollen.
Sicherheitsvorkehrungen werden verschärft
Seitens der Direktion des Landesklinikums Mauer wird versichert, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei der forensischen Station künftig noch verschärft werden. Es ist ja auch ein völliger Neubau der Forensik mit einem modernen Sicherheitskonzept geplant.

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