Maßregelvollzug in Weinsberg - Mann soll Mitbewohner getötet haben

Maßregelvollzug in Weinsberg Mann soll Mitbewohner getötet haben
SIR/dpa, 20.01.2015 12:08 Uhr

Ein 60-Jähriger stirbt im Zentrum für Psychiatrie Weinsberg an schweren Kopfverletzungen. Tatverdächtig: sein Zimmergenosse. Doch viele Fragen bleiben unbeantwortet.

Weinsberg - Tötungsdelikt in der Psychiatrie: Ein 60-Jähriger ist im Maßregelvollzug in Weinsberg (Kreis Heilbronn) umgebracht worden. Aufgrund der „Gesamtumstände“ richte sich der Tatverdacht gegen den 33 Jahre alten Mitbewohner des Mannes, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Die beiden hatten laut einem Polizeisprecher seit ein paar Wochen zusammengewohnt. Von früheren Streitigkeiten oder anderen Vorkommnissen sei nichts bekannt.
Die Leiche des 60-Jährigen habe massive Kopfverletzungen aufgewiesen. Das Klinikpersonal habe am Montagabend noch versucht, den Mann wiederzubeleben - doch erfolglos. Der genaue Tathergang werde noch ermittelt. Der Sprecher machte keine Angaben zur Art der Kopfverletzungen und auf welchem Wege diese entstanden sein könnten. Die Leiche soll obduziert werden. Unklar blieb auch, ob die beiden Männer zur Tatzeit alleine in einem Raum waren und ob dieser verschlossen war. Weder das für den Maßregelvollzug zuständige Sozialministerium noch das Zentrum für Psychiatrie Weinsberg waren zunächst für Anfragen zu erreichen.
Beim Maßregelvollzug geht es um die Unterbringung von psychisch kranken oder suchtkranken Straftätern. Ziel ist, den Schutz der Bevölkerung und eine Therapie der Patienten zu gewährleisten. Der Getötete war den Angaben zufolge seit etwa einem Jahr wegen eines Kapitaldeliktes im Maßregelvollzug untergebracht, wie der Ermittler ohne nähere Angaben mitteilten. Der mutmaßliche Täter ist wegen mehrerer verschiedener Delikte bekannt. Er kam bis auf weiteres in einem geschlossenen, separaten Bereich der Klinik unter.

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