Stigmatisierung konkret

Vorurteile der Bevölkerung gegenüber psychisch Kranke

Die Einstellungen in der Gesellschaft begünstigen die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen.

Einflussfaktoren

Einflussfaktoren sind das Wissen um die psychischen Krankheiten und die Medien.
Ältere Menschen lehnen psychisch Kranke Menschen eher ab als die jüngere Generation. Männer über 60 (Angermeyer und Matschinger 1996). Ältere Männer wissen schon so gut wie nichts über Depressionen und sind entsprechend schlecht darauf zu sprechen ( Althaus 2002 ). Jüngere Menschen haben weniger Angst vor psychisch Kranken als ältere Leute, die die Kranken für gefährlicher halten (Crisp und Gelder 2000). Es gibt keine Unterschiede beim Geschlecht, wenn es um eine ablehnende Haltung gegenüber Betroffene geht (Angermeyer und Matschinger 1996).
Insgesamt betrachtet spielen Alter und Geschlecht keine Rolle in Bezug auf die Einstellung der Öffentlichkeit den psychisch Kranken gegenüber.
Wissensdefizite seitens der Bevölkerung bestehen ganz besonders bezüglich der Schizophrenie. Doch sind es nicht nur Wissenslücken, sondern sogar falsches Wissen, was sich angesammelt hat: Schizophrenie wird mit der Persönlichkeitsspaltung gleichgesetzt und die Erkrankten werden als besonders gewaltbereit eingestuft. Sechs von zehn Bundesbürgern sind der Meinung, dass Depression aus mangelnder Selbstdisziplin hervorrührt und mit etwas gutem Willen leicht bewältigbar ist (Althaus 2002).
Jeder zehnte geht davon aus, dass Schizophrene zudem geistig zurückgeblieben sein und weniger intelligent seien als gesunde Menschen (Gaebel, Baumann, Zaeske 2002). Noch mehr Leute aus dem städtischen Bereich sehen in den schizophren Erkrankten gar ein öffentliches Ärgernis, weil sie betteln würden und sich merkwürdig benehmen. Nur jeder Dritte wußte über die multifaktoriellen Ursachen von Schizophrenie Bescheid.
Mangelndes Wissen ist oft ein Faktor für die negative Beurteilung psychischer Krankheiten, doch bedingen die Wissenslücken diese nicht. Also kann auch jemand, der nichts über die Krankheit weiß, auch positiv gegenüber den Kranken eingestellt sein.
Im Jahre 1990 erfolgten zwei Attentate auf die beiden Politiker Oskar Lafontaine und Wolfgang Schäuble. Lafontaine erlitt eine schwere Verletzung durch einen Messerstich am Hals. Schäuble sitzt querschnittsgelähmt im Rollstuhl, nachdem er durch mehrere Schüsse verletzt wurde. Die Medien berichteten ausführlich über die Attentate und betonte die schizophrene Grunderkrankung der Attentäter. Angermeyer und Matschinger erhoben gerade zu dieser Zeit Daten über die soziale Distanz der Öffentlichkeit den psychisch Kranken gegenüber. Eine Ende 1990 erhobene Vergleichsuntersuchung ergab, dass die soziale Distanz gegenüber schizophrenen Mitmenschen nach den beiden Attentaten um 30 Prozent drastisch angestiegen war (Angermeyer und Siara 1994). Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das Vorurteil vom unberechenbaren und gefährlichen Schizophrenen durch die Attentate scheinbar bestätigt wurde. Die soziale Distanz gegenüber depressive Menschen hat sich im Erhebungszeitraum jedoch nicht geändert. Bis 1992 erreichte die soziale Distanz den schizophrenen gegenüber wieder in etwa vor den Attentaten ermittelten Werte.
Es lässt sich feststellen, dass die Berichterstattung die Meinung seitens der Bevölkerung zumindest punktuell. Wenn nicht gar nachhaltig, beeinflussen kann (Angermeyer und Matschinger 1995). Besonders interessant und auch meinungsprägend erscheint der Öffentlichkeit besonders die Berichterstattung über prominente Personen und wichtige Themen (Hoffmann-Richter 2000). Dabei ist jedoch festzustellen, dass der Einfluss der Medien auch zu tun hat mit dem Wissensstand des Einzelnen, seinen eigenen Erfahrungen und dem Vorhandensein weiterer Quellen der Information.
Über Kranke, die an Schizophrenie leiden, wird des meist nur im negativen Zusammenhang mit Gewalt und Straftaten berichtet. Dies gilt nicht nur für populistische Boulevardblätter, sondern auch für seriöser eingestufte Printmedien wie die SZ, die FAZ oder die Zeit (Hoffmann-Richter 2000). Die Medien verbreiten ein negatives Bild der psychisch Kranken und begünstigen damit das Entstehen und Aufrechterhalten von Stigmatisierungen.
Ganz ähnlich verhält es sich im Bereich der Unterhaltung. Die Darstellung von psychisch Kranken in Filmen kann ja ebenfalls beim Zuschauer meinungsbildend wirken. Die Psychiatrie wird wie beispielsweise in „Einer flog übers Kuckucksnest“ durchwegs negativ gezeichnet. In Filmen wie „Psycho“ sind die psychisch Kranken durch die Bank brutale Täter, deren Gewalt im Mittelpunkt steht. Oft kommen unheimliche, angsteinfößende und gewaltbesetzte Bilder zum Ausdruck, wenn es um die Psychiatrie geht (Baumann, Zaeske und Gaebel 2003).
Gerade in den letzten Jahren scheint sich das Klischee des psychisch kranken Mörders und Gewalttäters jedoch zu ändern. Filme wie „Beautiful Mind“ zeigen die authentische Geschichte des Mathematikers und Nobelpreisträgers John Nash als Beispiel für einen Menschen, der trotz seiner Schizophrenie Großes bewerkstelligen konnte. In „Das weiße Rauschen“ geht es um die Darstellung der Situation des Betroffenen in der akuten Krise und lässt den Zuschauer am Erleben des Kranken teilhaben. Dieser Film erhöhte jedoch die soziale Distanz des Zuschauers zum Schizophreniekranken (Baumann 2003), weil das Dargestellte sehr nah, sehr bedrückend und auch beängstigend war.

Psychisch Kranke als Gefahr für die Öffentlichkeit

Das Vorurteil der Gewaltbereitschaft wiegt am schwersten in der Öffentlichkeit. Jeder fünfte Städter ist der Meinung, dass schizophren erkrankte Menschen wegen eines gewalttätigen Verhaltens eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen (Gaebel, Baumann und Witte 2002b). Die Berichterstattung in den Medien dürfte dieses Vorurteil anschüren. Man kann davon ausgehen, dass die früher übliche Unterbringung von psychisch Kranken in Gebäuden, die Gefängnissen gleichen, Wegbereiter war für diese negative Meinung (Häfner 2001). Gerade die hohen Mauern gaben Anlass für die Ansicht, dass in der Psychiatrie recht gefährliche Menschen untergebracht sind. Häfner untersuchte schon recht früh, nämlich in den frühen siebziger Jahren, den Zusammenhang zwischen psychischer Erkrankung und Gewalttaten. Er fand heraus, dass psychisch Kranke nicht häufiger (aber auch nicht weniger häufig) gewalttätig werden als gesunde Mitmenschen (Häfner 2001).
Die Gewalttaten seitens seelisch erkrankter Menschen sind oft auf bestimmte Umstände zurückzugühren. Die Schizophrenen durchlaufen meistens einen Wahn und handeln aus einer „wahnhaften Notwehr“ heraus. Die Aggressionen richten sich zumeist gegen Menschen aus dem näheren Umfeld und nur selten gegen Autoritätspersonen wie Ärzte oder Richter. Besonders selten sind Gewalttaten von Seiten Menschen mit einer affektiven Störung. Die Opfer sind übrigens in mehr als neun von zehn Fällen Familienangehörige (Häfner 2001). Die Gefahr, von psychisch kranken Menschen angegriffen zu werden ist für Fremde weit geringer als das Risiko, von einem Gesunden angefallen zu werden (Angermeyer 2000). Folglich ist die Furcht, von einem psychisch Kranken angegriffen zu werden, absolut unbegründet.

Soziale Distanz

Je enger die Beziehung zu einem schizophren erkrankten Menschen wird (Nachbar, Arbeitskollege, Bekannter, Untermieter, Eingeheirateter, Kindesaufsicht), desto größer fällt die soziale Distanz aus. Jeder vierte Bundesbürger möchte keinen schizophrenen Nachbarn haben. Jeder zweite lehnt einen an Schizophrenie erkrankten Untermieter ab und drei von vier würden ihr Kind niemals in die Aufsicht eines Schizophrenen geben (Angermeyer und Matschinger 1996). Depressive erhalten ein milderes Urteil von der Öffentlichkeit.Nur jeder zehnte möchte keinen depressiven Nachbarn haben. Und lediglich jeder zweite würde sich gegen die Aufsicht seiner Kinder durch einen an Depression erkrankten Menschen sträuben (Angermeyer und Matschinger 1996). Jeder siebte würde übrigens einen an Schizophrenie leidenden Menschen nicht heiraten wollen (Gaebel 2002b).
Hat jemand nun Umgang mit psychisch kranken Menschen, dann wirkt sich das auf die soziale Distanz aus (Angermeyer und Matschinger 1996). Angehörige, Freunde oder Bekannte von Betroffenen lassen in diesem Fall mehr Nähe zu (Gaebel und Baumann 2003). Der persönliche Kontakt erlaubt es nämlich den Gesunden, sich ein eigenes Bild zu machen, welches wirklichkeitsnäher und weniger von verschwommenen Vorstellungen geprägt ist.

Erfahrungen mit Stigmatisierungen

Psychisch kranke Menschen erleben es oft, dass sich die anderen von ihnen zurückziehen. Es kommt auch zur Erfahrung von Chancenungleichheit, insbesondere wenn es um eine Arbeitsstelle geht. Dann erwarten die Betroffenen oft mehr an Stigmatisierung von außen als ihnen in Wirklichkeit begegnet. Deshalb neigen sie dazu, die Erkrankung vor den anderen zu verbergen. Dies wiederum besonders einem potentiellen Arbeitgeber gegenüber, weil sie ansonsten die Ablehnung ihres Arbeitsgesuchs erwarten (Angermeyer 2003).
Alle diese Versuche der Stigmabewältigung in Form von Geheimhaltung, sozialem Rückzug und fehlende Aufklärung, haben negative Folgen für den psychisch Kranken selbst. Schlechter werden nämlich qualitativ wie quantitativ seine Beziehungen zu anderen Menschen, die berufliche und Einkommenssituation, die subjektive Lebensqualität und das Selbstwertgefühl (Angermeyer 2003).

Möglichkeiten der Entstigmatisierung

82 Prozent der von Gaebel 2002 Befragten sehen die Schwierigkeiten der Stigmatisierung und denken, es müsse etwas geschehen, damit die psychisch Kranken mehr Anerkennung finden (Gaebel 2002b). Dabei wurde in der Hauptsache vorgeschlagen,

  • mehr Aufklärung und Information zu psychischen Erkrankungen zu betreiben
  • die Berichtserstattung positiver zu gestalten
  • mehr Möglichkeiten einzurichten, um psychisch Kranke kennenzulernen

Der Begriff der Entstigmatisierung ist eigentlich irreführend, weil die Stigmatisierungen in unserer Gesellschaft verhaftet bleiben werden (Finzen 2001). Dieses Ziel ist womöglich unerreichbar, doch können die laufenden Kampagnen Stigmatisierungen abmildern und es Betroffenen leichter machen, mit ihrer Krankheit klarzukommen.
Die Praxis der Entstigmatisierung ist Aufgabe der Sozialpädagogik und gliedert sich in Aufklärung und Information, Öffentlichkeitsarbeit und Kontaktschaffung.

Aufklärung und Information

Aufklärung und Information bewirken die Korrektur falschen oder mangelnden Wissens. In Frage kommen hierfür Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen für ein breites Publikum oder abgestimmt auf eine besondere Zielgruppe.
Diee Veranstalter greifen dabei allgemeine Vorurteile auf wie „Menschen mit Psychosen sind weniger intelligent“, „Schizophrene sind gewalttätig und unberechenbar“ oder „Psychisch Kranke haben einen schwachen Willen und sind selbst Schuld an ihrer Erkrankung“. Die Entkräftung der Vorurteile durch Vermittlung von korrekten und zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen bewirkt eine positivere Einstellung den Betroffenen gegenüber.
Die Veranstaltungen können überall stattfinden, wo viele Menschen erreichbar sind. In Frage kommen etwa Schulen oder Berufsgruppen, die mit psychisch kranken Menschen zu tun haben. Weil sie Informationen an andere weitergeben, stellen die Multiplikatoren eine weitere lohnenswerte Zielgruppe dar. Dazu zählen etwa Journalisten oder Lehrer.
Die Anstrengungen, falsche oder mystifizierende Meinungen durch korrekte Information zu ersetzen, sind regelmäßig mit Erfolg gekrönt (Corrigan 2001).

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit untergliedert sich in Protest und positive Berichterstattung.

Protest

Protest ist das Mittel der Wahl, um gegen Stigmatisierung anzukämpfen und weitere Stigmatisierungen zu bekämpfen (Corrigan et al. 2001). Beispielhaft ist hier die Initiative SANE (Stigma-Alarm-Netzwerk) von BASTA (Bayrische Antistigma Aktion). Die nach australischem Vorbild aufgebaute BASTA ist Teil der weltweiten Antistigma-Kampagne, die 1996 von der weltweiten psychiatrischen Gemeinschaft WPA ins Leben gerufen wurde. Dem internetbasierten SANE, welches sich als Lobby der psychisch Kranken in der Gesellschaft versteht, können dabei Fälle von Diskriminierung von psychisch Kranken zugetragen werden. BASTA überprüft dann die jeweilige Berichterstattung oder die gemeldeten Filme oder Plakate und bewertet die Diskriminierung. Fällt die Diskriminierung nun schwerer aus, dann kontaktiert das Netzwerk den Verursacher, um ihn dazu zu bewegen, die diskriminierende Haltung wieder aufzugeben. Die Journalisten, Werbefachleute, Regisseure und anderen Verursacher wissen oft gar nicht um die diskriminierende Haltung ihrer Arbeit und werden durch den Protest seitens SANE entsprechend sensibilisiert. Zwar kann man jedoch mit diesem Protest konkrete Diskriminierungen verändern und darauf hinweisen, dass Diskriminierung moralisch falsch ist, doch berührt der jeweilige Einsatz nicht die Einstellungen selbst, die zu den jeweiligen Diskriminierungen führen (Corrigan et al. 2001).

Positive Berichterstattung

Um die überwiegend negativ gezeichneten psychisch Kranken zu entlasten, könnten seitens der Medien mehr positive Meldungen in die Berichterstattung eingebaut werden. Dabei könnten sich Betroffene outen, offen über ihre Krankheit berichten und über die Bewältigung derselben sprechen. Andererseits könnten Hinweise auf entstigmatisierende Projekte einfließen. Selbst bei nur regionaler Anwendung bekäme die Öffentlichkeit andere und der Wirklichkeit entsprechendere Inhalte aufgetischt als es geschieht.
So zeigte der Fernsehsender Arte 2004 im Zuge einer Aktion von „Irrsinnig Menschlich e.V.“ einen ganzen Abend lang Inhalte, die sich mit dem Thema der Schizophrenie auseinandersetzten und darauf abzielten, aufzuklären und ein besseres Bild der Erkrankung zu zeichnen.
Zwar ändern solche Aktionen eben nicht die zugrundeliegenden Einstellungen, doch untergraben sie die öffentlichen Vorurteile, seelische Erkrankung ginge mit Gewalt und ähnlichen anderen Dingen einher.

Kontakte mit psychisch kranken Menschen

Vieles trennt die gesunden von den psychisch Kranken Menschen, so dass zwischen beiden Gruppen kaum Kontakt besteht. Die Stigmatisierungen sorgen dafür, dass sich die Betroffenen immer weiter zurückziehen und die gesunden Menschen nur ungern mit den kranken zu tun haben möchten.
Erziehung (education), Protest (protest) und ganz besonders der Kontakt zwischen psychisch Kranken und Gesunden (contact) beeinflussen die Einstellungen der gesunden Gruppe den kranken Mitbürgern gegenüber (Coorigan et al 2001). Die Kontakte bewirken dabei die größten Änderungen bezüglich der Denkmuster. Gesunde Menschen, die beruflich oder privat zu tun haben mit psychisch Kranken sind ganz allgemein positiver eingestellt den kranken Mitmenschen gegenüber (Angermeyer & Siara). Demzufolge ist es wichtig, Möglichkeiten zur Begegnung zwischen den beiden Gruppen zu schaffen. Anlass könnten beispielsweise ein „Tag der offenen Tür“ einer psychiatrischen Klinik sein oder informative Veranstaltungen, in denen die Betroffenen selbst mitwirken wie etwa bei den weiter unten beschriebenen Schulprojekten. Die hierbei zustande kommenden Kontakte intensivieren dabei die durch Information und Aufklärung geleistete Entstigmatisierungsarbeit ganz enorm (Meise, Sulzenbacher und Hinterhuber 2001). Die Stigmaforscher stellten fest, dass die Beurteilung psychisch Kranker seitens Schülern viel positiver ausfällt, wenn nicht die Professionellen sondern die Betroffenen als „Experten aus eigener Erfahrung“ selbst die Informationen vermitteln. Dabei kann die Zielgruppe variieren und beschränkt sich nicht auf Schüler, sondern kann auch in der Erwachsenenbildung zum Tragen kommen.

Quellen

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