Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Korbach ist Wunsch von Kreis und Hansestadt

26.07.14
Korbach/ Waldeck

Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen ist Wunsch von Kreis und Hansestadt

Korbach. „Wie hoch ist der Bedarf nach einer Selbsthilfe-Kontaktstelle und welche Möglichkeiten zur Realisierung haben wir?" Mit diesen Fragen eröffnete der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf die Informationsveranstaltung zur möglichen Gründung einer Selbsthilfe-Kontaktstelle in Korbach.

Gemeinsam für die Selbsthilfe-Kontaktstelle: Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel, Carola Jantzen, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit Annette Maraun-Brüggemann, Bettina Nöll und Jens Deutschendorf (von links).

Viele Vertreter der Gruppen aus dem ganzen Kreis waren dazu ins Bürgerhaus gekommen.
„In ganz Hessen gibt es nur drei Landkreise, die keine Kontaktstelle haben. Kann das wirklich so bleiben?“, fragte Deutschendorf. „Diese Gruppen sind ein wesentlicher Teil der Gesundheitsversorgung, die Menschen können von den Erfahrungen anderer profitieren“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und sprach sich damit für eine Kontaktstelle aus. Deutschendorf lobte, dass der Diabetikertreff, die Frauenselbsthilfe nach Krebs, die Neurofibromatose-, Fibromyalgie-, und Parkinsongruppe, die Gruppen bei Schlafapnoe, Osteoporose, Depressionen, Sehbehionderte, Freundeskreise und die Rheumaliga gekommen waren, um nur einige der bereits jetzt existenten Gruppen im Kreis zu nennen.
Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich betonte: „Dort, wo wir als Gemeinde und Kreis helfen können können, sollten wir das in Sachen Selbsthilfegruppen auch tun. Es geht hier nicht nur um Geld, es geht um die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit, die Tag und Nacht läuft.“
Expertenvorträge
Als Experten eingeladen waren Carola Jantzen, Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle KISS in Kassel und Bettina Nöll von der GKV-Selbsthilfeförderung Hessen. Jantzen betonte, dass die Kontaktstelle keinesfalls Gruppen leitet oder besitzt, sondern sie Hilfestellung geben. Die Öffentlichkeitsarbeit, das Erstellen von Flyern und Broschüren sowie die Koordination von Anfragen gehören dazu.
Nöll gab einen Einblick in die Förderungen. So regelt das Sozialgesetzbuch die Förderungen durch Krankenkassen und ihre Verbände. 21 000 Euro sind 2013 in den Kreis geflossen (13 000 in 2013).
Ob eine Kontaktstelle eingerichtet wird, steht noch nicht fest. Die Gespräche laufen weiter.

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