Land Niedersachsen investiert sieben Millionen in Jugendforensik

Nahmen den ersten Spatenstich für die Jugendforensik vor: (von links) Architekt Detlef Thomsen, KJK-Geschäftsführer Axel Weber, Architekt Björn Groß, Ministerin Cornelia Rundt, Chefarzt Dr. Joachim Dedden, Chefarzt Dr. Thomas Brieden, Pflegedienstleitung Monika Jüttner, Oberärztin Bettina Hackenbroich-Hicke und Landrat Jörg Bensberg.FOTO: Katrin Zempel-Bley
20. Juli 2014
Land Niedersachsen investiert sieben Millionen in Jugendforensik

BAD ZWISCHENAHN (ZB). Mit dem ersten Spatenstich durch die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) ist nun der Startschuss für den sieben Millionen Euro kostenden Neubau einer Jugendforensik auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) in der Gemeinde Bad Zwischenahn gefallen.
Ab 2015 werden auf zwei Stationen mit jeweils zwölf Betten straffällig gewordene, psychisch kranke 16- bis 21-Jährige therapiert. Bislang werden sie in der Forensik in Moringen untergebracht. Bereits im Kauf- und Übertragungsvertrag 2007 mit dem Land Niedersachsen und dem Psychiatrieverbund ist diese Erweiterung der Forensik festgeschrieben worden. „Es entstehen rund 40 neue Arbeitsplätze für Therapeuten, Pflegekräfte und Pädagogen“, sagte KJK-Geschäftsführer Axel Weber. Jörg Bensberg, Mitglied des Aufsichtsrates und Landrat des Ammerlandes, bezeichnete den Neubau „als wichtigen Baustein für die weitere Entwicklung des Landeskrankenhauses, in deren Infrastruktur bereits rund 15 Millionen Euro investiert worden sind“.
Träger der Klinik für Jugendforensik – eine Einrichtung des Maßregelvollzugs – ist das Land. „Sie wird das erste und einzige psychiatrische Fachkrankenhaus in Niedersachsen sein, das die Behandlung von psychisch kranken Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter kinder- und jugendpsychiatrischer Leitung anbieten kann“, so Dr. Joachim Dedden, Chefarzt der Forensik. In der neuen Klinik soll auch Schulunterricht und Sport stattfinden. „Ziel ist es, dass die Jugendlichen sich hier entwickeln können und Wertschätzung erfahren, damit sie wieder Teil der Gesellschaft werden können“, erklärte Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD). Zudem werden schulische und berufliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten.

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