Ein gutes Gefühl, nicht allein zu sein

Ein gutes Gefühl, nicht allein zu sein
03. Juli 2014

Eingebettet ins Steinhagener Heidefest findet am Sonntag, 17. September, der Tag der Selbsthilfe im Kreis Gütersloh statt. Mehr als 50 Gruppen aus dem gesamten Kreisgebiet stellen an diesem Tag ihre Angebote vor. In Fachvorträgen im Heimathaus geht es unter anderem um die Themen Organspende und die Folgen für Angehörige von Abhängigkeitserkrankte.
Krankheiten oder andere Schicksalsschläge - in solchen Situationen kann es eine große Hilfe sein, auf Menschen zu treffen, die Ähnliches durchgemacht haben. In Selbsthilfegruppen schließen sich die Betroffenen zusammen und geben sich untereinander so manches Mal wertvolle Ratschläge, die es an anderer Stelle nicht gab. Daneben ist es ein gutes Gefühl, mit seinem Problem nicht allein zu sein und auf »Leidensgenossen« zu treffen, die am besten wissen, was man gerade durchmacht.
Mehr als 50 Selbsthilfegruppen werden am 7. September in Steinhagen erwartet. Diabetiker und Parkinsonerkrankte, Hepatitis-Infizierte und anonyme Alkoholiker, Eltern herzkranker Kinder und Betroffene von Krebserkrankungen stehen unter anderem für Gespräche zur Verfügung und laden Interessierte natürlich auch gerne in ihre Gruppen ein. "Die Gruppen werden sich auf dem Kirchplatz mit Ständen präsentieren. Im Heimathaus finden über den Tag verteilt Vorträge statt", erläutert Jenny von Borstel das Konzept. Zusammen mit Petra Holländer von der Steinhagener Gemeindeverwaltung, Manfred Bohnenkamp von der Steinhagener Gruppe Angst und Panik und Anette Harnischfeger von der Schlaganfall-Selbsthilfegruppe im Kreis Gütersloh organisiert sie den Tag.
Um 13 informiert der Krankenpfleger und Herztransplantierte Hubert Knicker über die Bedeutung von Organspenden. »Dement - und was dann?« - diese Frage beantwortet um 14 Uhr Bernd Meißnest, Chefarzt der Gerontopsychiatrie des LWL-Klinikums Gütersloh. Ulrike Dickenhorst, Psychotherapeutin der Bernhard-Salzmann-Klinik Gütersloh, stellt um 15 Uhr Angehörige von Abhängigkeitserkrankten, die im Spannungsfeld zwischen Fürsorge und Ohnmacht bestehen müssen, in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Um 16 Uhr lautet das Thema »Die Schilddrüse - kleines Organ mit großer Wirkung«. Dazu referiert Dr. Martina Friedemann, Oberärztin am Sankt-Elisabeth-Hospital Gütersloh.
Ganztägige Aktionen wie Gesundheitschecks runden das Programm ab. Eröffnet wird der Tag der Selbsthilfe um 11 Uhr durch Landrat Sven-Georg Adenauer, der die Schirmherrschaft übernommen hat.

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