Archiv des Psychoseseminars ab 2011

Termine des Altenburger Trialogs 2013

Termin Thema Beschreibung
19.02.2013 Humor in der Psychiatrie „Kommt ein Mann zum Arzt.“ So oder ähnlich fangen manche Witze an. Aber in der Psychiatrie? - Hat Humor da überhaupt einen Platz? Geht es allen nicht viel zu schlecht? Sind die jeweiligen Krisen nicht viel zu ernst, um Spaß zu machen? Darf man trotzdem lachen miteinander und vielleicht auch (humorvoll) übereinander. Die Betroffene Ilona Hansen vom Verein Einblicke e.V. leitet zum Thema ein und hofft auf eine humorvolle Runde.
Wegen Fastnacht am dritten Dienstag im Februar!
12.03.2013 Wi(e)der Zwang und Gewalt Zwang und Gewalt in der Psychiatrie sind ganz offensichtlich wieder im Kommen. Die Thematik beschäftigt derzeit das Bundesverfassungsgericht und den Bundesgerichtshof. Auch die Politik mischt mit - geht es doch um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auch in den deutschen Psychiatrien. Wie steht es um die grundgesetzlich garantierte Unantastbarkeit der Person? Es geht bei diesem Psychoseseminar auch um die aktuellen Fallzahlen, die Psychodynamik von Zwang und Gewalt in der Psychiatrie, die rechtlichen Voraussetzungen, bewährte Vermeidungsstrategien und die Möglichkeiten der Betroffenen, um Zwang und Gewalt abzuwenden. Der Betroffene Rainer Stötter vom Verein Einblicke e.V. leitet durch dieses spannende Thema.
09.04.2013 Selbstmedikation mit Alltagsdrogen

 

 

Als Drogen allgemein gelten Substanzen, die in die natürlichen Abläufe des Organismus eingreifen und Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen beeinflussen. Mit der Bezeichnung "Alltagsdrogen" für Nikotin, Alkohol und psychoaktive Medikamente - soweit letztere in nicht medizinisch indizierter Weise verwendet werden - ist bereits darauf hingewiesen, dass der Konsum dieser Substanzen für viele Menschen mehr oder weniger zum Alltag gehört. Herr Ronald Wittwar, Arzt von der Evangelischen Lukas-Stiftung führt uns durch die interessante Thematik.
Veranstaltungsort dieses Wanderseminars ist der Bürgertreff in der Rathausstraße 11 in Meuselwitz.
14.05.2013 Das konstruktive Gespräch Die Analyse von Transaktionen basiert nach den Prinzipien der Transaktionsanalyse auf dem sogenannten Ich-Zustands-Modell. Sie bietet ein sehr anschauliches Instrument zur Beschreibung, Erklärung und bewussteren Gestaltung der zwischenmenschlichen Kommunikation. Der Begriff `Transaktion` bezeichnet die kleinste vollständige Kommunikationseinheit. Sie besteht aus einem Stimulus (einer Bemerkung, einer Frage, einem Mienenspiel etc.) sowie der darauf folgenden Reaktion und umfasst sowohl die verbalen wie auch die nonverbalen Aspekte der Kommunikation. Ein Gespräch besteht somit aus einer Vielzahl unterschiedlicher Transaktionen zwischen den einzelnen Ich-Zuständen der beteiligten Personen. Einen Einblick in die Transaktionsanalyse gibt Ilona Hansen vom Verein Einblicke e. V.
11.06.2013 Achtsamkeit Den Frieden zu erlangen ist die Sehnsucht aller Menschen. Der Weg dorthin beginnt in uns selbst. Thich Nhat Hanh, der buddhistische Zen-Meister und Lehrer der leisen Energie sagte „Wirkliches Leben erfahren wir nur im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit ist schon vorüber, und die Zukunft ist noch nicht da. Nur im gegenwärtigen Augenblick können wir das Leben wirklich berühren“.
Wir verstehen Achtsamkeit als eine bestimmte Form der Aufmerksamkeit, die absichtsvoll ist, sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht (statt auf die Vergangenheit oder die Zukunft), und nicht wertend ist. Achtsamkeit zu erlernen - beim Riechen, Hören, Schmecken, Fühlen und Sehen, aber auch lernen achtsam sich selbst wahr zu nehmen und mit sich umzugehen - ist ein langwieriger, aber lohnender Prozess. Dies wird inzwischen in verschiedenen therapeutischen Situationen angewendet. Die Heilerziehungspfleferin Katja Böhnke von der Tagesklinik der Evangelischen Lukas-Stiftung, stellt das interessante Thema vor.
10.09.2013 Psychose und Angst Angst ist ein elementares menschliches Gefühl - und ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers. Ein Leben ohne Angst ist nicht realistisch. Welche Hintergründe hat die Angst, kann man sie vielleicht auch nutzen? Was passiert aber, wenn Angst ihren (verstehbaren) Sinn verliert? Und was ist mit Angst in der Psychose? Die psychotische Angst, wie sie vor allem bei Patienten mit Schizophrenie oder manisch depressiven Erkrankungen auftritt, zählt zu den schwersten Angstzuständen. Es besteht eine Angst vor etwas Grauenhaftem, Unfassbarem, oder es treten befremdende, nicht nachvollziehbare Ängste in Art einer Weltunter gangsstimmung auf. Angstzustände bilden auch ein zentrales Symptom der endogenen Depression. Wie lebt man mit der Angst vor der Psychose? Und wie kann man die Angst vor der Angst in den Griff bekommen? Auf Antworten versucht sich Dr. med. Katrin Hinkel von Einblicke e.V..
08.10.2013 Mehr aktive Nutzerbeteiligung! Benutzerbeteiligung ist die logische Konsequenz des Empowerment-Prozesses. Empowerment steht für die (Wieder-)Bemächtigung des Betroffenen, der wieder sein Leben mitbestimmt. Es geht dabei nicht nur um die Mitbestimnmung auf der individuellen, sondern auch auf der institutionellen Ebene. Der Betroffene Rainer Stötter vom Verein Einblicke e.V. behandelt dieses für alle Betroffenen relevante Thema.

Veranstaltungsort dieses Wanderseminars ist das Wohnheim für psychisch kranke und seelisch behinderte Menschen in der Gartenstraße 26 in Schmölln.
12.11.2013 Partnerschaft und Psychose
Eine psychische Erkrankung hat direkt Auswirkung auf die Betroffenen, sie stellt aber auch im näheren Umfeld vieles auf den Kopf. Im engeren Sinne sind Partner Betroffener natürlich Ehemänner oder -frauen bzw. Lebenspartner. Im weiteren Sinne dürfen aber auch die Auswirkungen auf Eltern, Kinder (!), Geschwister und/oder Freunde bzw. Arbeitskollegen nicht vergessen werden. Bereits 2011 diskutierten wir dieses Thema angeregt. Einige Gedanken daraus sind es uns wert, das Thema nochmals aufzugreifen. Die Diskussion leitet Frau Dr. Angelika Schaefer, Oberärztin von der Institutsambulanz der Evangelischen Lukas-Stiftung.
10.12.2013 Umgang als Angehörige mit dem Betroffenen Angehörige sind unmittelbar mit betroffen, wenn ein Familienmitglied psychisch erkrankt. Lange schon bemerken sie oft im Vorfeld verändertes Verhalten, Rückzug oder auch gesteigerte Aktivitäten. Sie versuchen meist mit sehr viel Engagement und mit ihrem Verständnis, mitunter aber auch gefangen in Ratlosigkeit und Hilflosigkeit die Situation irgendwie zu meistern. Durch das Thema leitet das trialogisch aufgebaute Team, welches sich aus Familie Lotz uind Frau Dr. med. Katrin Hinkel vom Verein Einblicke e.V. zusammensetzt.

Termine des Altenburger Trialogs 2012

Termin Thema Beschreibung
14.02.2012 Leben mit
Psychose // Leben trotz Psychose
Psychotisch zu werden, bedeutet vorübergehend aus der Realität auszusteigen, sie verändert wahrzunehmen und zu
verarbeiten. "Eigensinnige" Wahrnehmungen, sprunghaftes Denken, Stimmungsschwankungen und Antriebsstörungen treten auf. Dieser Ausstieg kann ein Schutzmechanismus sein, weil die Realität zu schmerzhaft, die Widersprüche zu stark und Entscheidungen unmöglich oder Gefühle nicht
auszuhalten sind.

Wie erlebt der Betroffene "seine" Psychose? Wofür ist sie gut, woran hindert sie? Was erleben und wünschen sich Angehörige? Darüber möchten wir miteinander in Austausch treten. (Moderation Katrin Hinkel)
13.03.2012 Psychose und Sucht Das Verständnis der Logik von Suchtmittelkonsum und Psychosen ist zentral im erfolgreichen Umgang mit den Patienten und ihrer Krankheit. Patienten mit der Doppeldiagnose Psychose und Sucht haben oft eine so komplexe Krankheitsgeschichte, dass sie als Systemsprenger die Hilfssysteme, die in Psychiatrie, Suchthilfe und Jugendhilfe aufgegliedert sind, häufig überfordern. Einen Einblick in dieses komplexe Thema gibt uns der Chefarzt der psychiatrischen Klinik zu Altenburg, Dr. med. Michael Swiridoff
10.04.2012 Empowerment

 

 

Empowerment ist englisch und steht für Selbstbefähigung oder Selbstbemächtigung. Der Begriff kommt aus der amerikanischen Emanzipationsbewegung der Frauen und der Befreiungsbewegung der Schwarzen. Man lehnte sich auf gegen Unterdrückung und Machtlosigkeit. Basis dafür war die Rückgewinnung von Stärke und Kraft. Dann erst konnte man sich für die eigenen Rechte einsetzen und musste man sich nicht länger unterlegen fühlen.
Im psychiatrischen Bereich bedeutet Empowerment die Rückgewinnung der Einflussmöglichkeiten der Psychiatrisch Erfahrenen durch gesteigerte Mitbestimmung bei der Behandlung und den Behandlungsstrukturen. Auch die politische Einflussnahme ist damit gemeint.
Die seit 2000 existierende Selbsthilfebewegung in Deutschland wird immer größer und es gibt inzwischen Hunderte von Selbsthilfegruppen und mehrere größere Selbsthilfeorganisationen. Sie alle fordern eine subjektorientierte Psychiatrie ein, einen Umgang auf Augenhöhe zwischen Betroffenen und Fachleuten und den Abbau von Zwang, Gewalt und Bevormundung im psychiatrischen Bereich. Immer mehr Betroffene erlangen wieder ihre eigene Stärke und haben sich erfolgreich vom passiven Hilfsempfänger zum mündigen Behandlungspartner entwickelt. Rainer Stötter vom Verein Einblicke e.V. leitet durch dieses wichtige Thema.
08.05.2012 Steht das Konzept
der Recovery (Genesung) für das Ende der Unheilbarkeit?
Laut Karl Valentin sind Vorhersagen schwierig, besonders wenn sie die die Zukunft betreffen. Dies gilt besonders in Bezug auf die Schizophrenie. Ist Schizophrenie wirklich unheilbar und sollen die Betroffenen wirklich übervorsorglich behandelt werden? Wie kann ich trotz der Symptome mit dem Prinzip Hoffnung mehr Lebensqualität gewinnen? Das neue Konzept der Genesung, welches uns der Ergotherapeut Marcus Wennemuth erläutert, gibt Antworten auf diese drängenden Fragen.
12.06.2012 Das verzeihe ich
Dir nie!
Menschen sind so - sie kränken einander und verletzen sich gegenseitig die Gefühle. Oft geschieht dies beispielsweise in der akuten Phase - unabsichtlich, doch sitzt die Verwundung dann tief. Der Verletzte fühlt sich getroffen, herabgesetzt und in Frage gestellt. Wut, Hass, Schmerz und Verunsicherung belasten die Beziehung. Wie lasse ich mich nicht von meinen Gefühle auffressen? Rainer Stötter vom Verein Einblicke e.V. versucht, eine Antwort zu geben auf diese wichtige Frage.
11.09.2012 RPK - Die
Rehabilitation psychisch Kranker
RPK steht für "Rehalbilitation psychisch Kranker" und man unterscheidet die medizinische und die berufliche Rehabilitation. Es geht um die Förderung psychisch kranker Menschen, hinsichtlich ihrer Möglichkeiten zur Teilhabe am sozialen Leben in der Gemeinschaft und an Arbeit und Beschäftigung. Die Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen bieten medizinische, berufliche und psychosoziale Angebote durch Betreuung von Sozialtherapeuten, Sozialpädagogen/-arbeitern, Psychologen, Psychiatern, Arbeitstherapeuten und Werksmeistern für Menschen mit endogenen oder exogenen Psychosen, Neurosen, schweren Depressionen und sog. Persönlichkeitsstörungen. Die gerontopsychiatrische und neurotisch-psychosomatische Erkrankungen sowie Suchterkrankungen zählen nicht zur Zielgruppe, weil sie andere Maßnahmen erfordern. Der Impulsvortrag zeigt auf, für welches Klientel die Maßnahme in Frage kommt und was die Betroffenen erwartet; es geht auch um die Finanzierung, die Beantragung und wie man eine Bewilligung für die Maßnahme bekommen kann.
Frau Michaela Bartel (Heilpädagogin) und Frau Denisa Kestner (Fachärztin für Neurologie/ Psychiatrie, Psychotherapie) leiten die RPK in Leipzig und führen in das spannende Thema ein.
09.10.2012 Der Vorteil, psychisch krank zu sein - Genie und Wahnsinn Es geht um Grenzgänger der Psyche, die Akrobaten zwischen Genie und Wahnsinn. Klaus Kinski und van Gogh sind nur zwei von vielen Beispielen, die Vorteile zogen aus ihrer Abnormität. Kann ich die in mir wirkende Kraft der Psychose auch zu meinen Gunsten nutzen? über dieses interessante Thema diskutiert Alexander Thomas von Einblicke e.V..
13.11.2012 Wo Worte enden, beginnen Bilder
Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt und das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber auch der Prozess selbst sein. Durch malerische oder zeichnerische Medien, plastisch-skulpturale Gestaltungen oder fotografische Medien können Patienten unter therapeutischer Begleitung innere und äußere Bilder ausdrücken, ihre kreativen Fähigkeiten entwickeln und ihre sinnliche Wahrnehmung ausbilden.
Über die Kunst als Weg zum Selbstverstehen und zur Gesundung spricht Frau Odette Dietsch, Kunsttherapeutin der Evangelischen Lukasstiftung Altenburg. Dabei stellt sie anhand einer Bildfolge den seelischen Genesungsprozess anschaulich dar.
11.12.2012 Die Qualität in der Pflege Die subjektive Sichtweise und bedürfnisnahen Konzepte sind als Qualitätskriterien der Psychiatrie derzeit in aller Munde. Was bedeutet nun aber Qualität in der Versorgung psychisch Kranker in der Altenburger Klinik? Wie sorgt man für deren Erreichung und wie sichert man die Qualität? Was bringt das Qualitätsmanagement dem Patienten? Herr Dr. med. Christian Schäfer, der Chefarzt der psychiatrischen Klinik zu Altenburg und Frau Petra Köchel, die Leiterin der Pflegedienstleitung der Klinik diskutieren mit Ihnen über ein Thema, das für alle Patienten der Altenburger Klinik von Interesse ist.

Termine der Altenburger Wanderseminare 2012

Termin Thema Beschreibung
Di, 17.04.2012

 

Soll ich wirklich alles
schlucken? - Sind die Psycho-Pillen nun Fluch oder Segen?
Über die Verwendung von Neuroleptika kann trefflich gestritten werden. Die einen empfinden die Gabe der Präparate als Segen,
während die anderen die Medikamente insbesondere wegen ihrer Nebenwirkungen verteufeln.  Sind die Psychopillen nun Fluch oder Segen? Darüber diskutiert Dr. med. Sandlasz von der psychiatrischen Klinik Altenburg. Veranstaltungsort ist die das Wohnheim für psychisch kranke und
seelisch behinderte Menschen in der Gartenstraße 26 in Schmölln.
Di, 16.10.2012 Persönliches Budget In der Behindertenhilfe wurde ein Paradigmenwechsel eingeläutet: Es gilt nun Teilhabe anstatt Fürsorge, Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung und Freiheit statt Bevormundung. Das Wunsch- und Wahlrecht der Behinderten rückt in den Mittelpunkt. Die neue Leistungsform des Persönlichen Budgets wurde 2001 im SGB IX aufgenommen und es besteht seit 01.01.2008 ein einklagbarer Rechtsanspruch darauf. Das Persönliche Budget kann von jedem beantragt werden, der behindert ist oder von Behinderung bedroht wird und einen Leistungsanspruch hat. Rainer Stötter vom Verein Einblicke e.V. bespricht das Verfahren an sich und die Fallstricke, die den erfolgreichen Weg zum Ziel blockieren können. Veranstaltungsort ist der Bürgertreff in der Rathausstraße 11 in Meuselwitz.
Termin Thema Beschreibung
08.02.2011 Selbsthilfe und Trialog In der Eingangsveranstaltung stellt sich der Verein Einblicke e.V. vor und es beleuchten mehrere Vortragende diverse Themen rund um die Selbsthilfe. Es geht dabei unter anderem um die Altenburger Selbsthilfelandschaft, die Grenzen der Selbsthilfe und um das Psychoseseminar (Trialog) als logische Fortsetzung der Selbsthilfe.
08.03.2011 Patientenvorsorge

Beginn um 19 Uhr !

Fast schon revolutionär muten die neu geschaffenen Möglichkeiten der Patientenvorsorge an. Diese greifen in den Fällen, in denen man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu füllen. Es geht um die Patientenverfügung, die Betreuungsverfügung und die Vorsorgevollmacht.
Rainer Stötter erklärt diese drei Säulen der Vorsorge, welche wichtige Bausteine eines selbstbestimmten Lebens
sein können.
12.04.2011 Runterkommen von der Manie Antrieb und Stimmung sind in der Manie weit über dem normalen Niveau. Durch den reduzierten Schlaf kommt es zur Überanstrengung verschiedener Bereiche des Gehirns, was wiederum direkt in eine Psychose führen kann. Für den Betroffenen selbst ist es meist ein Genuss und für die Angehörigen nicht selten eine Strapaze.
Wie der Manische seine Manie wieder in den Griff bekommen kann und wie sich die Angehörigen am Besten verhalten sollen, darüber berichtet Ilona Hansen
in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Hinkel, Ärztin an der Tagesklinik der Altenburger psychiatrischen Klinik.
10.05.2011 Der sozialpsychiatrische Wandel Das sozialpsychiatrische Feld ist derzeit im Umbruch begriffen. Der personenzentrierte Ansatz löst die bislang praktizierte einrichtungszentrierte Variante ab und fordert von allen Beteiligten große Anpassungs- bzw Änderungsbereitschaft ab. IBRP, ITP, GPV, Persönliches Budget und andere Schlagwörter sind derzeit in aller Munde und sorgen für eine allgemeine Verunsicherung. Was bringt die neue Vorgehensweise nun für die Betroffenen ? Über die Änderungen, die uns alle angehen, spricht Herr Dipl.-Psych. Reinhard Strecker, der Leiter der HORIZONTE gGmbH
14.06.2011 Der Mensch lebt nicht vom Brot allein... Seelische Erkrankungen und Einsamkeit Der Begriff Einsamkeit bezeichnet die Empfindung, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein. Die Bewertung dieses Sachverhalts kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man ihn betrachtet: Während die Sozialwissenschaften in der Einsamkeit überwiegend eine Normabweichung und einen Mangel erblicken, billigen die Geisteswissenschaften der Einsamkeit auch positive Aspekte zu, im Sinne einer geistigen Erholungsstrategie, die notwendig sein kann, um die Gedanken zu ordnen oder Kreativität zu entwickeln. Wege in und aus der Einsamkeit. Was bedeutet dem Einsamen seine Einsamkeit und wie wird diese von außen gewertet, respektiert, toleriert. Welche Möglichkeiten und Strategien helfen aus der negativ empfundenen Einsamkeit?
Darüber referiert Herr Marcus Wennemuth.
13.09.2011 Psychose und Partnerschaft Eine Beziehung gelingt nicht automatisch und wächst auch nicht von alleine.
Sowohl der gesunde als auch der kranke Partner können einen besonderen Beitrag zum Gelingen einer Partnerschaft leisten. Es geht in diesem Seminar um Paare, die psychotische Krisen miteinander bewältigen wollen und Orientierungen benötigen für den gemeinsamen Umgang vor, während und nach der Krise.
Frau Dr. Schaefer von der Institutsambulanz der psychiatrischen Klinik spricht über Themen wie Frühwarnzeichen, Krisenbegleitung, Krisenmanagement, Psychopharmaka, Sexualität und Kontakte nach außen.
entfällt Die Geschichte des Wahnsinns im Zeitalter der Vernunft. Erst die abendländische Idee eines autonomen Subjektes hat eine Psychologie als Wissenschaft ermöglicht und eine Psychiatrie im heutigen Sinn begründet. Diese Entwicklung steht unter doppeltem Einfluss: während der Humanismus sich aufmachte das Menschliche zu suchen, setzt sich das Wissenschaftsverständnis durch. Wahnsinn gilt nunmehr als Abweichung von der als Norm definierten Vernunft und wird begriffen als Gefährdung der Gemeinschaft. Was können wir von Foucault lernen ?
Marcus Weber diskutiert über dieses interessante Thema.
11.10.2011 Psychose und
Partnerschaft - Vertiefung vom 13.09.2011
In diesem Psychoseseminar wird das letzte Thema
"Psychose uns Partnerschaft" ( Protokoll
) wieder aufgegriffen und vertieft. Es steht viel Raum für intensivere Diskussionen zur Verfügung.
08.11.2011 Psychische Krankheit und Spiritualität Spiritualität steht für Geistigkeit und Geistlichkeit. Im religiösen Sinne steht die Spiritualität für die Vorstellung einer
geistigen Verbindung zum Jenseits. Nicht selten findet der Betroffene in seinem psychotischen Erleben Zugang zur Spiritualität.
Was hat es nun mit diesem interessanten Phänomen auf sich? Den Versuch, dies zu erklären, unternimmt Frau Dr. Hauskeller, die Seelsorgerin der psychiatrischen Klinik in Altenburg.
13.12.2011 Sinnschöpfung aus dem Leid Für viele Betroffene kommt die Krankheit unerwartet und unvorbereitet. Nur allzu oft wird sich der Erkrankte schlagartig seiner
Verletzlichkeit bewusst und er fällt in eine tiefe Sinnkrise, in der er sich nach dem Warum fragt.
Wie kann man nun mit dieser Situation umgehen und trotz des Leids Sinn aus der eigenen Krise ziehen? Einen Versuch, dies zu erläutern, unternimmt Ulrich Grabowski, der Pastor der Freien Evangelischen Gemeinde in Altenburg.
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