Erst süchtig, dann tot - eine Freigabe weicher Drogen ist nicht die Lösung?

Erst süchtig, dann tot - eine Freigabe weicher Drogen ist nicht die Lösung
08. Juli 2014

Die Alarmglocken läuten, weil Crystal Meth sich anschickt, in Deutschland zur Volksdroge zu werden. Um des Problems Herr zu werden, müssen endlich realistische Lösungsansätze her, schreibt Nils R. Kawig in seinem Kommentar für die "Thüringische Landeszeitung".

Crystal Meth wird in Deutschland zur Volksdroge. Immer mehr Menschen berauschen sich an dieser Substanz, von der sie sich eine leistungssteigernde Wirkung erhoffen. So geht es aus dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor, den Marlene Mortler (CSU) vorgelegt hat. Ein alarmierendes Signal.
Und schon sind wir wieder mitten in der Debatte, welches der richtige Weg im Kampf gegen die Sucht ist. Legalisiert Cannabis, fordern die einen. Finger weg von jeglicher Freigabe, schallt es von anderer Seite zurück. Dritte wiederum wollen mehr Geld für Aufklärung und Prävention ausgeben - alles schon gehört, alles schon gehabt ... Wo, bitte, bleiben die Lösungsansätze?
Immerhin, die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol trinken, ist seit 2001 spürbar gesunken. Und auch die Zahl der Raucher unter den 12- bis 17-Jährigen hat sich in diesem Zeitraum halbiert. Trotzdem greifen nach wie vor Millionen Menschen riskant häufig zur Flasche. Dem Drogenbericht nach fordern diese Suchtstoffe Hunderttausende Menschenleben. An illegalen Drogen sterben weit weniger Konsumenten. Aber sogenannte weiche Drogen freizugeben, wie es Grüne und Linke in Thüringen fordern, kann nicht der richtige Weg sein. Werte Politiker, bitte bewahrt Euch einen klaren Kopf!

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n.kawig@tlz.de - Nils R. Kawig

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