Zollgewerkschaft will Kampf gegen Crystal verstärken

12. Juni 2014

Zollgewerkschaft will Kampf gegen Crystal verstärken

Die Droge Crystal Meth ist längst kein regionales Problem mehr. Das gefährliche Rauschgift breitet sich bundesweit, vor allem in den Großstädten, rasch aus.

Hof - Um gegen den zunehmenden Drogenschmuggel verstärkt vorzugehen, hat jetzt die Zollgewerkschaft mehr Personal gefordert. Bei einem Runden Tisch im Hofer Rathaus sagte Dieter Dewes am Mittwoch: "Die Kollegen arbeiten mit Herzblut, aber sie werden immer stärker belastet." Nach Angaben des Vorsitzenden der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ stellte der Zoll 2013 bundesweit rund 47 Kilogramm Crystal sicher. Diese Menge Rauschgift hat einen Straßenverkaufswert von etwa 3,3 Millionen Euro. Dewes wies auf den enormen Zuwachs der aufgegriffenen Drogenmenge hin: 2012 wurden demnach noch 24 Kilogramm sichergestellt, 2011 waren es 17 Kilo.

Der Gewerkschafter forderte, mit deutlich aufgestocktem Personal auf den verstärkten Schmuggel mit der aggressiven und persönlichkeitsverändernden Droge zu reagieren. Derzeit tun in Bayern rund 80 Zollbeamte in den "Kontrolleinheiten Verkehrswege" Dienst, knapp die Hälfte davon allein in Oberfranken. Dewes zufolge reicht das nicht. Vor allem fehlten weibliche Fahnder, die nach Möglichkeit in der Grenzregion verwurzelt sein sollten. "Jetzt kann und muss man gegensteuern", sagte Dewes in der Runde aus Ermittlern, Behördenvertretern und Politikern. Neben einer offensiven Nachwuchswerbung für den Zoll sei auch eine verstärkte Präventionsarbeit, besonders in den Schulen, nötig. Den Runden Tisch in Hof sah er als Auftakt der konkreten Vorbeugung

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