Facebook: Betrüger zocken Pistorius-Fans mit falscher Spende ab

13.06.2014, 09:52

Facebook: Betrüger zocken Pistorius-Fans mit falscher Spende ab

Der Sprintstar ist in der Psychiatrie und Pistorius wird einen Monat lang als Tagespatient in einer psychiatrischen Klinik untersucht. Betrüger zocken derweil Pistorius-Fans mit falscher Spende ab

Sie geben sich bei Facebook als Bruder von Oscar Pistorius aus und bitten um Spenden. Doch die Geldeintreiber stammen weder aus Pistorius‘ Familie, noch sind sie von dieser beauftragt. Es sind schlichtweg Betrüger, denen einige auf den Leim gehen.
Seit Monaten steht die Familie von Oscar Pistorius unter extremem Druck. Spätestens seit der Eröffnung des Mord-Prozesses gegen den Ex-Sprintstar rückten auch dessen Angehörige in den Blickpunkt.
Während Pistorius derzeit 30 Tage lang in einer Psychiatrie beobachtet wird, wird der Name seiner Familie von Betrügern missbraucht. Wie der britische "Guardian" und die südafrikanische Zeitung "Star" berichten, versuchen vermeintliche Spenden-Sammler über Facebook im Namen der Familie Geld abzuzocken.
"Kontaktieren Sie Victoria Anderson"
So habe sich jemand in dem sozialen Netzwerk als Pistorius' Bruder Carl ausgegeben und aktiv für Spenden für den Prozess geworben. Der "Star" zitiert: "Wir suchen nach finanzieller Hilfe - für den Prozess, um Schulden zu begleichen und andere Projekte. Wenn Sie an einer Investition interessiert sind, kontaktieren sie bitte Victoria Anderson." Außerdem wird eine Email-Adresse verlinkt.
Weiter schreibt der Urheber der Seite wenig später: "Danke für die anhaltende Unterstützung und die mutmachenden Worte in dieser schweren Zeit. Betet für Oscar."
"Gehen Sie nicht zu solch einem Meeting"
Pistorius' Sprecherin Anneliese Burgess warnt ausdrücklich davor, dem Betreiber der Facebook-Seite Geld zu schicken. "Menschen, die auf diesen Schwindel eingehen, werden um ein Treffen in Sunnyside in Pretoria gebeten. Gehen Sie nicht zu solch einem Meeting."
Niemand aus der Familie betreibe eine solche Seite. Alle Facebook-Profile der Pistorius-Angehörigen seien entweder abgeschaltet oder unterlägen strengsten Privatsphäre-Einstellungen, sodass sie für Außenstehende kaum sichtbar sind.

Das Problem ist dabei überhaupt nicht weltfremd: Pistorius' Familie leidet nach Angaben des "Guardian" tatsächlich unter den immensen Prozesskosten. So sollen die drei Spitzenanwälte und einige Experten pro Tag geschätzt etwa 6750 kosten.

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