Hungerstreik in Hildburghausen endet nach zwei Tagen

Vollzug

"Straftäter beenden Hungerstreik nach zwei Tagen "

Hildburghausen - Der Hungerstreik von sechs im Maßregelvollzug des Fachkrankenhauses für Neurologie und Psychiatrie Hildburghausen untergebrachten Straftätern ist zu Ende.

Wie ein Sprecher des Sozialministeriums unserer Zeitung am Freitagnachmittag bestätigte, haben die sechs Insassen, darunter eine Frau, nach Gesprächen mit Vertretern des Landesverwaltungsamtes den Hungerstreik nach zwei Tagen am Freitag um 14 Uhr für beendet erklärt. Alle sind gesundheitlich in gutem Zustand.

Es handelte sich um Straftäter, die auf der sogenannten Abbrecherstation untergebracht sind, auf der sich nach Auffassung der Klinikleitung austherapierte oder therapieunwillige Insassen befinden. Sie hatten die dortige spartanische Ausstattung kritisiert und unter anderem Radios und eine funktionierende Steckdose in den Zimmern sowie Sitzgelegenheiten im Hof gefordert. Zudem standen Forderungen nach einer Fortsetzung der Therapie und nach Nicht-Verlegung in eine reguläre Justizvollzugsanstalt im Raum.

Ob die Forderungen erfüllt wurden, konnte der Ministeriumssprecher nicht sagen. Was die Forderung nach Therapieverlängerung betrifft, so würden diesbezüglich noch Einzelgespräche geführt.

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