Vorurteile über Schizophrenie abbauen

Vorurteile über Schizophrenie abbauen

Etwa 13.000 Menschen werden in Deutschland pro Jahr erstmals mit der Diagnose Schizophrenie konfrontiert. Patienten sollen möglichst im gewohnten Umfeld behandelt werden.

Wilhelmshaven - 1994 erhielt er den Nobelpreis: John Forbes Nash. Mathematiker, Erfinder der Spieltheorie - und erkrankt an Schizophrenie. Der Film „A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn“ schildert seine Geschichte und seinen Kampf mit der Krankheit. Nash ist der festen Überzeugung, Teil einer russischen Verschwörung zu sein. Diese Vorstellung trieb den Wissenschaftler zunehmend in seine ganz eigene Welt.

„Der Film stellt sehr eindrucksvoll dar, wie Menschen mit Schizophrenie nicht mehr zwischen Wahnvorstellung und Realität unterscheiden können“, urteilt Meike Brinkmann. Dieses Thema ist ihr tägliches Brot. Am Mittwoch, den 30. April 2014 um 17 Uhr, wird sie den Film in der Reihe „Sozialpsychiatrische Filmtage“ in der UCI Kinowelt präsentieren und anschließend mit den Gästen diskutieren. Dabei wird es auch um ihre eigene Arbeit gehen.

Brinkmann ist die regionale Koordinatorin für die inte­grierte Versorgung Schizophrenie der „Care for Schizophrenia GmbH“ (Care4S). Diese wird inzwischen flächendeckend in Niedersachsen angeboten wird. Seit 2009 ist Brinkmann in verschiedenen Projekten der integrierten psychiatrischen Versorgung tätig und Ansprechpartnerin für Pflegedienste und Fachärzte vor Ort.

Die Care4S hat in Niedersachsen mit der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Niedersachsen ein landesweites ambulantes Versorgungsmodell eingeführt, an dem Psychiater, Nervenärzte, Fachpflegedienste, Sozialarbeiter, Krankenhäuser und weitere Partner mitarbeiten. Dabei geht es laut Brinkmann darum, ein Netzwerk zu etablieren und die Versorgung im Sinne der Betroffenen zu verbessern.

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