In der Stadt Essen sollen Alkoholiker die Stadt sauber halten und bekommen Bier dafür

In der Stadt Essen sollen Alkoholiker die Stadt sauber halten und bekommen Bier dafür

In der niederländischen Stadt Amsterdam sorgen seit 2013 19 Alkoholiker für saubere Straßen und Grünanlagen. Dafür erhalten sie als Entgelt neben einem Taschengeld in Höhe von zehn Euro auch Tabak und sogar bis zu fünf Dosen Bier.

Dieser Modellversuch läuft unter dem Namen "veegproject" und wie ein Bezirkssprecher aus Amsterdam sagt, haben dadurch die Betroffenen einmal eine Aufgabe und einen geregelten Tagesablauf.

Jetzt will auch die Stadt Essen 2014 einen solchen Modellversuch starten. So sollen bis zu zehn Alkoholiker für die Sauberhaltung des Willy-Brandt-Platz eingesetzt werden. Als Lohn erhalten sie dann eine Aufwandsentschädigung über die sie frei verfügen können. Da manche von den Betroffen oftmals nicht in der Lage sind, ohne einen Tropfen Alkohol auch zu arbeiten, werden sie - wie in Amsterdam - auch Bier gratis erhalten, was aber nicht als Lohn gilt, wie der zuständige Sozialdezernent der Stadt Essen, Peter Renzel (CDU), erklärt, denn "mit Speck fängt man Mäuse".

Betreuung der "Umweltmanager" und Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen
Die zukünftigen Reinigungskräfte sollen von einem sogenannten Umfeldmanager betreut werden, der in der Szene bekannt ist und akzeptiert wird. Aber es sollen hierbei keine Obdachlosen in das Projekt einbezogen werden, sondern nur Alkohol abhängige Langzeitarbeitslose.

Für die Auswahl sollen die Jobcenter sowie Mitarbeiter der Suchthilfe zuständig sein. Aber es gibt natürlich auch Kritiker, die der Stadt vorwerfen, dass sie Alkoholkranke für einen geringen Lohn für sich arbeiten lassen und diese dann noch mit Alkohol versorgen.

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