Warstein: Mann seit 38 Jahren unschuldig in Psychiatrie

Warstein: Mann seit 38 Jahren unschuldig in Psychiatrie
38 Jahre lang wurde ein mittlerweile 56 Jahre alter Mann zu Unrecht in einer Nervenklinik in Warstein gesperrt.

Die Ärzte stuften den Westfalen damals als gemeingefährlich ein, obwohl er nur unter dem Tourette-Syndrom litt und dieses sich nur in den so genanten "Tics" bemerkbar machte. Diese Krankheit hätte man aber mit Medikamenten gut in den Griff bekommen.

Wie jetzt ein Gutachten ergab, ist der Mann durch die jahrzehntelange Falschbehandlung so geschädigt, dass nie wieder ein selbstständiges Leben führen können wird. Sein Anwalt fand ihn bei einem Besuch noch dazu völlig verdreckt vor. Anscheinend wurde dem Mann über längere Zeit keine Pflege zuteil.

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