Patienten mit Depressionen werden unzureichend therapiert

Patienten mit Depressionen werden unzureichend therapiert

Patienten mit Depressionen werden in Deutschland unzureichend behandelt. Das Magazin "Der Spiegel" berichtete am Sonntag, den 16. März 2014, vorab über eine Studie der Bertelsmann-Stiftung mit Daten von 84 Betriebs- und Innungskrankenkassen, wonach drei von vier der schwer Erkrankten "nicht angemessen versorgt" würden. 56 Prozent der schwer Depressiven werden demnach nicht ausreichend, 18 Prozent gar nicht behandelt.

Patienten mit Depressionen werden in Deutschland schlecht behandelt. Eine Depression äußert sich bei Männern oft anders als bei Frauen. Viele werden aggressiv und gereizt.

Zugang zu einem Psychotherapeuten haben ältere Menschen mit seelischen Störungen dagegen kaum, wie das Magazin weiter berichtete. Nach unveröffentlichten Zahlen der Barmer GEK bekämen von den weiblichen Versicherten im Alter von 35 Jahren fünf Prozent Psychotherapie, von den 70-Jährigen aber nur 0,8 Prozent.

"Es besteht ein Risiko, dass junge Menschen mit leichten Störungen schneller an die knappen Therapieplätze kommen als Menschen mit schweren Störungen", meint der Ulrich Hegerl, der Leiter der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig.

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