Glossar

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Abwertung: Mangelnde Beach­tung, Leugnung oder Umdeu­tung von Aspekten der äusse­ren oder inneren Realität; kann sich auf das Denken, Fühlen oder Verhalten von Personen,
auf Themen oder Probleme wie auf Situationen beziehen; ist in vier Stufen erkennbar, die die Existenz, Bedeutung, Lösbarkeit oder persönliche Fähigkeit betreffen. Agitation: Passives Verhalten, bei dem die Energie in letztlich ziellose Aktivitäten investiert wird, die nicht der Lösung des zugrundeliegenden Problems dienen.

Angepaßtes Kind: Anteil des Kindheits-Ichzustandes, der sich geltenden Regeln und Vorschriften unreflektiert un­terwirft.

Antreiber: Verhaltensmuster, mit denen wir versuchen, uns aus Nicht-okay-Gefühlen zu retten (Beeil Dich! Streng Dich an! Sei perfekt! Sei stark! Mach's recht!).

Ausschluß: Ein Zustand, in dem jemand einen oder mehrere Ichzustände nicht mit Energie besetzt.

Erlaubnis: Positive Grundbot­schaft, die dem Kind oder später dem erwachsenen Men­schen des Recht zuspricht, das eigene Potential zu entfalten; ist gerichtet gegen unangemes­sene innere Beschränkungen, aber ohne dass die Person sich selbst oder andere schädigt; ist nur wirksam, wenn die er­laubnisgebende Person aner­kannt wird als Autorität, der mehr Vertrauen geschenkt wird als den Personen, von denen destruktive Grundbot­schaften übernommen wur­den.

Ersatzgefühl: Ein Gefühl, das in der Kindheit nicht gefühlt wer­den durfte und mit einem an­deren - erlaubten - Gefühl überlagert worden ist (siehe auch 'Racketgefühl')

Erwachsenen-Ich: Gesamtheit von Verhalten, Denken und Fühlen, die eine realitätsge­rechte Wahrnehmung und ei­ne angemessene Reaktion auf das Hier und Jetzt ermöglicht.

Freies Kindheits-Ich: Anteil des Kindheits-Ichzustandes, aus dem heraus Gefühle und Be­dürfnisse unmittelbar und oh­ne Rücksicht auf Normen oder soziale Anforderungen geäu­ssert werden.

Funktionales Ichzustands-Modell: Ein Persönlichkeits­modell, das die Ichzustände

Kindheits-Ichzustand: Gesamt­heit von Denk-, Gefühls- und Verhaltensmustern, die aus der Kindheit stammen und wie­derbelebt werden.

Köder: Eine Transaktion, die auf der verdeckten, oft nonverba­len Ebene in ein psychologi­sches Spiel einlädt.

Komplementäre Transaktion: Eine Transaktion, bei der eine Person aus dem angesproche­nen Ichzustand antwortet.

Konfrontation: Aufmerksammachen auf eine eingeschränkte Sichtweise oder ein problema­tisches Verhalten. Das Ziel der Konfrontation besteht darin, Energie für Veränderungen
freizusetzen.

Kreuzungstransaktion: Eine Transaktion, bei der eine Per­son nicht aus dem angespro­chenen Ichzustand antwortet.

Kritisches Eltern-Ich: Ein Anteil des Eltern-Ichzustands, den man einsetzen kann, um zu kritisieren, zu kontrollieren oder zu kommandieren.

Lebensposition: Eine grundlegen­de Einstellung über den Wert der eigenen Person und den anderer Menschen.

Lebensskript: Internalisierter Plan, der in der Kindheit unter elter­lichem Einfluss gebildet wird und das Denken, Fühlen und Verhalten in den wichtigsten Grundüberzeugungen bestätigt

Opferrolle: Position im Dra­madreieck, in der man sich unterlegen und unzulänglich fühlt und überzeugt ist, ohne fremde Hilfe nicht zurechtzu­kommen.

Paraphrasieren: Wiederholung von Aussagen eines Ge­sprächspartners mit eigenen Worten.

Passives Verhalten: Vier ver­schiedene Verhaltensweisen (Nichtstun, Überanpassung, Agitation, Gewalt), mit denen die Betreffenden andere dazu bringen wollen, ihre Probleme zu lösen.

Passivitiät: Die Art und Weise, wie Menschen ein anstehen­des Problem nicht lösen.

Payoff: Siehe 'Nutzeffekt'

Produktive Ichzustände: Diejeni­gen Ichzustände, deren Ver­wendung eine hilfreiche Pro­blemlösung fördert. Es handelt sich dabei um das nährende Eltern-Ich, das Erwachsenen-Ich sowie das freie Kindheits­-Ich.

Projektion: Eigene, nicht akzep­tierte Gefühle und Verhaltens­weisen werden anderen Men­schen unterstellt.

Psychologische Ebene: Auf ihr werden verdeckte, meist non­verbale Botschaften übermit­telt.

eigenen Grundüberzeugungen
mit Hilfe von tangentialen und
blockierenden Transaktionen.

Retterrolle: Position im Dra­madreieck, in der man ande­ren ungefragt Hilfe an bietet, aus der Überzeugung heraus, dass diese sich nicht selbst helfen können.

Skriptbotschaften: Elterliche Bot­schaften, aufgrund derer das Kind Folgerungen über sich, die anderen Menschen und das Leben zieht.

Soziale Ebene: Auf ihr werden verbale Botschaften übermit­telt.

Supervision: Praxisbegleitende Selbstüberprüfung durch eine aussenstehende Person mit dem Ziel einer Verbesserung der eigenen professionellen Kompetenz.

Switch: Der Augenblick in einem psychologischen Spiel, in dem einer der Beteiligten den Ich­ zustand bzw. die Rolle im Dramadreieck wechselt, um seinen 'Nutzeffekt' zu be­kommen.

Symbiose: Eine Beziehung, die auf der Überzeugung basiert, ohne den anderen unvollstän­dig zu sein.

Tangentiale Transaktion: Eine Transaktion, bei der Stimulus der offenen (verbalen) Bot­schaft eine verdeckte (nonverbale) übermittelt wird.

Verfestigung: Ein Zustand, bei dem jemand vorzugsweise ei­nen Ichzustand besetzt.

Verfolgerrolle: Position im Dra­madreieck, aus der heraus die Betreffenden andere kritisie­ren, abwerten oder blossstel­len.

Vertrag: Eine beiderseitige Ver­einbarung über ein klar defi­niertes Vorhaben oder Vorge­hen, die aus dem Erwachsenen-Ichzustand unter Berücksichtigung von Aspekten
des nährenden Eltern-Ichs und des freien Kindheits-Ichs er­folgt.

Widerstand: Damit sind all die­jenigen Verhaltensweisen ge­meint, die verhindern sollen, dass verdrängte aber dennoch erlebnis- und verhaltenswirk­same Motive offengelegt und damit kommunizierbar ge­macht werden.

Bezugsrahmen: Setzt sich zu­sammen aus begrenzten Wahrnehmungs-, Gefühls- und Verhaltensmustern, die auf der Basis von entsprechen­den Grundüberzeugungen entwickelt und durch bestimm­te Stimuli aktualisiert werden.

Blockierende Transaktion: Eine Transaktion, bei der die Ab­sicht, ein Thema anzuspre­chen, dadurch verhindert wird, dass man der Definition des Themas nicht zustimmt.

Dramadreieck: Ein Diagramm, das eine unproduktive Kom­munikation veranschaulicht, in der drei aufeinander bezogene Rollen (Opfer, Retter, Verfol­ger) mit eingeschränktem Denken, Fühlen und Verhalten eingenommen werden.

Eltern-Ich: Gesamtheit von Ver­halten, Denken und Fühlen,die vor allem mit Werten,Normen, Verboten und Er­laubnissen verbunden sind und zum Teil von den Eltern über­nommen wurden.

Gewalt: Passives Verhalten, bei dem der Betreffende sich selbst oder andere unfähig macht, ein Problem zu lösen bzw. durch zerstörerische Energie seine Umgebung ver­anlasst, Verantwortung zu übernehmen.

Grandiosität: Positive oder nega­tive Übertreibung eines Aspekts der Realität

Grundbotschaft: Positive (Erlaubnis) oder negative, ein­schränkende (Einschärfung) Botschaft der wichtigsten Be­zugspersonen, die dem Kind eine Einschätzung über sein Wesen und seinen Wert vermittelt.

Grundüberzeugung: Die Einstel­lung, die jemand über sich selbst und seine Umgebung entwickelt und in der Kom­munikation einsetzt, um früher getroffene Schlussfolgerungen und daraus resultierende Ver­haltensweisen zu rechtfertigen.

Ichzustand: Modellhafte Vorstel­lung eines im Denken, Fühlen und Verhalten kohärenten Per­sönlichkeitsanteils, der in der äusseren und inneren Kom­munikation zum Ausdruck kommt.

Introjektion: Verhaltensmuster der Eltern, die für die eigenen gehalten werden.

Metakommunikation: Die Art und Weise der Kommunikati­on selbst wird zum Gespräch­sthema.

Nährendes-Eltern-Ich: Der Anteil des Eltern-Ichzustands, den wir einsetzen, um für andere und die eigene Person unterstüt­zend und betreuend zu sor­gen.

Neuentscheidung: Bewusste undemotional verankerte Ent­scheidung für eine neue Opti­on im Denken, Fühlen oder Verhalten in Korrektur einer frühen Entscheidung, die aus einem begrenzten Bezugsrah­men heraus getroffen wurde.

Neurose: Eine allgemeine und umfassende, in der Regel mit Angst verbundene Funktions­störung im Erlebnis- und Ver­haltensbereich. Häufig beglei­tet von körperlichen (psychosomatischen) Sympto­men.

Nichtstun: Passives Verhalten, bei dem der Betreffende seine Energie darauf verwendet, sich von der Aktivität abzuhalten, statt das Problem zu lösen (z.B. „Aussitzen").

Nutzeffekt: Das abschliessende Gefühl am Ende eines psycho­logischen Spiels, mit dem wie­ der einmal die alten

Psychologisches Spiel: Ein Kommunikationsgeschenen, bei dem die Beteiligten etwas tun mit einem heimlichen Motiv, das
- dem Bewußtsein des ER nicht zugänglich ist,
- auf indirekte Weise den Austausch von Zuwendung ermöglicht,
- dazu führt, dass sich alle Be­teiligten verwirrt und missver­standen fühlen und den ande­ren die Schuld dafür geben.

Rabattmarke: Ein Racketgefühl, das jemand nicht im Hier und Jetzt äussert, sondern mit der Absicht ansammelt, später einmal eine starke negative Äusserung zu rechtfertigen.

Racketgefühl: Ein vertrautes, in der Kindheit erlerntes Ersatzge­fühl, das in Konfliktsituationen stereotyp erlebt wird und im Erwachsenenleben häufig un­angemessen ist.

Racketverhalten: Ein vertrautes Verhaltensmuster aus der Kindheit, das in Konfliktsitua­tionen unbewusst eingesetzt wird, um andere Menschen zu manipulieren.

Rebellisches Kindheits-Ich: An­teil des Kinheits-Ichzustandes, der sich geltenden Regeln un­reflektiert widersetzt.

Redefinieren: Umdeutung der Wahrnehmung im Sinne der und Reaktion unterschiedliche Aspekte desselben Themas betreffen.

Transaktion: Kleinste Kommuni­kationseinheit, die sich aus ei­nem Stimulus und einer Reak­tion zusammensetzt.

Trübung: Zustand, in dem der Betreffende Anteile des Kindheits- oder Eltern-Ichzustands irrtümlich für einen Inhalt sei­nes eigenen Erwachsenen-Ichzustands hält.

Überanpassung: Passives Verhal­ten, bei dem sich jemand an dem orientiert oder etwas übernimmt, was er für die An­sprüche und Erwartungen Dritter hält, ohne diese zu überprüfen und ohne Rück­sicht auf die eigenen Bedürf­nisse zu nehmen.

Umdeutung: siehe Redefinieren

Überlebensschlußfolgerung: Schlussfolgerung, die ein Kind aufgrund der existentiellen Grundbotschaften und Erfah­rungen mit der Zuwendungs­kultur in seiner Familie zur Si­cherung seines Überlebens bzw. der notwendigen Zu­wendung für sich zieht.

Übertragung: Verhaltensweisen der eigenen Eltern werden in andere Personen hineinphantasiert.

Verdeckte Transaktion: Eine Transaktion, bei der neben

Zuwendung: Sammelbegriff für die existentiell notwendige körperliche („Streicheln") oder symbolische Beachtung (mit Blicken, Gesten oder Worten) sowie die Anerkennung, die jemand von anderen Men­schen erfährt; der Hunger nach Zuwendung ist die wich­tigste Motivation allen Verhal­tens und so bestimmend, dass bei einem Mangel an positiver statt dessen negative Zuwen­dung gesucht oder sogar pro­voziert wird.

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