Aufhören mit dem Trinken

Mit dem Trinken aufhören

In unserem Land trinken sehr viele Menschen regelmäßig alkoholische Getränke. Viele von ihnen sind alkoholkrank oder zu mindestens gefährdet, alkoholabhängig zu werden. Alkohol ist eine bewusstseinsverändernde Droge, die bei alkoholkranken Menschen immer mehr die Lebensführung übernimmt. Viele Tagesaktivitäten richten sich danach aus, ob dabei, danach oder auch davor Alkohol getrunken werden kann.
Wenn man nun seine Alkoholkrankheit eingesehen hat, nun mit dem trinken aufhören möchte, also ein völlig alkoholfreies Leben führen möchte, sollte man nicht den Fehler machen und den Alkoholentzug alleine durchführen. Einen sicheren Alkoholentzug sollte man immer mit einem Arzt seines Vertrauens besprechen. Dieser Arzt kann an Hand von Untersuchungen mit dem Betroffenen zusammen entscheiden, welche Art eines Alkoholentzuges ratsam ist, damit es zu keinen oder nur zu geringen Entzugserscheinungen kommt.

Arten des Alkoholentzuges
Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Alkoholentzug zu machen.
Ein stationärer Alkoholentzug in einem Krankenhaus, ist eigentlich der beste und sicherste Weg, sich dem körperlichen Entzug zu unterziehen. Zum einen ist man ständig unter ärztlicher Aufsicht, falls es doch zu gravierenden Entzugserscheinungen kommt, wo dann Medikamente und auch andere Hilfe gewährleistet ist. Zum anderen kommt man aus seinen bisherigen Tagesablauf heraus, was vielleicht auch den alkoholkonsumierenden sozialen Umfeld entspricht und kann sich die Zeit über im Krankenhaus voll auf sich und sein neues Leben konzentrieren. Dort kann man auch mit den Sozialarbeitern und Psychologen weitere Hilfsangebote besprechen, wie vielleicht eine anschließende Therapiemaßnahme.
In vielen Fällen eines Alkoholentzuges ist auch eine ambulante Maßnahme möglich, wenn es der behandelnde Arzt für sicher hält und keine größeren Entzugserscheinungen zu erwarten sind. Diese Form des Alkoholentzuges wird manchmal durch Medikamente begleitet, die aber ausschließlich vom Arzt verordnet und auch nach seiner Dosierung eingenommen werden sollten. Hier besucht der oder die Betroffene dann täglich oder ein paar Mal die Woche den behandelnden Arzt, um den Alkoholentzug zu überwachen.
Es gibt alkoholkranke Menschen, die einfach so, also ohne ärztliche Unterstützung einen Alkoholentzug machen wollen. Oft werden Argumente angeführt: „habe ich schon öfter gemacht und es ist nichts passiert“ oder „ich habe ja nicht regelmäßig und nur leichte alkoholische Getränke getrunken“. Dieses Verhalten ist sehr unverantwortlich, weil jeder Entzug anders verlaufen kann und eben schlimme bzw. lebensgefährliche Entzugserscheinungen, wie ein Krampfanfall oder ein Delir, auftreten können. Selbsteinschätzungen haben schon vielen Betroffenen das Leben gekostet, weil sie während des Krampfanfall am Erbrochenen erstickt sind oder aus Angst während einem Delir sich in lebensgefährliche Situationen gebracht haben.
Jeder, der sich einem Alkoholentzug unterzieht, sollte immer einen Arzt seines Vertrauens konsultieren und mit ihm den für ihn sicheren Alkoholentzug besprechen.
Weitere Informationen zum Alkoholentzug unter http://www.forum-alkoholiker.de/informationen.php

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