Entstehung von Rackets

Erlaubnisse und Verbote bereiten den Weg für Rackets: Das Kind entwickelt alternative Gefühlsäußerungen und wählt dazu seine Rackets nach dem Grad der Aufmerksamkeit aus, die es dafür bekommt, sowie nach ihrem manipu­lativen 'Gebrauchswert'.

  • Dazu gehören etwa Zuschreibungen nach dem Motto: „ich weiss viel besser, was du eigentlich fühlst", wenn die Eltern beispielsweise sagen: „Du bist doch gar nicht ärgerlich (traurig, hungrig), in Wirklichkeit bist Du nur müde!"
  • Lernen am Modell: die Kinder internalisieren die Rackets, die sie von den Eltern abschauen, insbesondere beim gleichgeschlechtlichen Elternteil.
  • In der Gruppenarbeit zeigt es sich oft, dass wenn ein Teilnehmer etwa mit einem aktuellen oder frühen schmerzlichen Erlebnis in Kontakt und deshalb zu weinen beginnt, dann fühlt sich oft eine Reihe anderer Gruppenmitglieder auf ganz unter­schiedliche Weise schlecht. Die Reaktionen rangieren von Angst, Hilflosigkeit, Fluchtimpuls, Verwirrung, Ärger oder gar bis zu Bauchschmerzen. Sie alle haben das Problem, nicht angemessen mit Trauer umgehen zu können; die Unterschiede liegen lediglich in der Ausprägung ihrer Rackets.
  • Die Schwierigkeiten im Umgang mit einem nicht erlaubten Gefühl gehen bei manchen Menschen so weit, dass sie selbst den Ausdruck die­ses Gefühls durch einen Dritten unbedingt zu verhindern versuchen, in­dem sie zum Beispiel vorschnell beschwichtigen, eine 'witzige' Bemerk­ung einwerfen oder der Gruppenleiterin Vorwürfe machen.
  • Manchmal ist ein bestimmtes Racket so ausgeprägt, dass die betreffen­den Menschen in gänzlich verschiedenen Konfliktsituationen unflexibel mit immer demselben unpassenden Gefühls- oder Verhaltensmuster rea­gieren. Entsprechend reagiert emand immer wieder mit Scherzen auf Situationen, in denen Trauer, Ärger, Angst, oder ganz generell starke emotionale Spannungen auftreten. . Beispiele für andere ver­breitete Rackets: nörgelige Unzufriedenheit, Weinerlichkeit, Verwirrtheit oder Hilflosigkeit.

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