Transaktionen

Transaktionen

Die TA heißt nicht zufällig Transaktions-Analyse. Berne hatte diese Benennung gewählt, um zu betonen, daß sich das Hauptaugenmerk auf den Austausch in der Kommunikation zwischen den Menschen richtet - im Unterschied zur Psycho-Analyse, die zunächst das Seelenleben des Einzelnen unter­sucht. Die Analyse von Transaktionen wiederum gründet auf dem Ichzustands-Modell
und liefert uns ein sehr anschauliches Instrument zur Beschreibung, Erklärung und bewußteren Ausgestaltung der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Der Begriff 'Transaktion' steht für die kleinste vollständige Kom­munikationseinheit. Diese besteht aus einem Stimulus (einer Bemerkung,einer Frage, einem Mienenspiel etc.) und der damit provozierten Reaktion. Sie umfaßt sowohl die verbalen wie auch die nonverbalen Aspekte der Kommunikation. Ein Gespräch setzt sich also zusammen aus einer Vielzahl unter­schiedlicher Transaktionen zwischen den einzelnen Ichzuständen der daran beteiligten Personen.

Unterscheiden lassen sich insgesamt drei Grundmuster von Transaktionen:

Komplementäre (parallele) Transaktionen

Kommuniziert ein Mensch mit einem anderen kommuniziert, dann enthält sein Eröff­nungszug - der Stimulus - gleichzeitig auch eine Information darüber, wie der Angesprochene reagieren soll. Dieser Stimulus entstammt einem Ichzustand und richtet sich an einen ganz bestimmten Ichzustand des Gegenübers. Nimmt dieser die Einladung an und reagiert, w ie erwar­tet, mit dem angesprochenen Ichzustand, dann resultiert daraus eine komplementäre Transaktion:

Diese Art von Transaktion haißt auch 'parallel', weil die Pfeile im Diagramm parallel verlaufen. In der alltäglichen Kommuni­kation überwiegen solchen komplementären Transaktionen. Das Gespräch ist im Fluß und es könnte im Prinzip ungehindert so weiterge­hen, da die Erwartungen und Reaktionen der Gesprächspartner einander entspre­chen.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener komplementärer Transaktionen, die dabei einen ganz unterschiedlichen Charakter haben. Sehr ergiebig sind etwa komplementäre Transaktionen von Erwachsenen-Ich zu Erwachsenen-Ich innerhalb einer Lerngruppe oder bei Arbeitsprozessen, an denen mehrere Personen beteiligt sind. Emotional sehr befriedigend sind wiederum die komplementäre Transaktionen vom freien Kind zu freiem Kind in spiele­rischen, kreativen oder zärtlichen Situationen. Unergiebig sind dagegen die vertrauten komplementären Transaktionen zwischen kritischen Eltern-lchs. Dabei geht es um Gespräche mit Inhalten wie „Ist es nicht schrecklich (mit der heutigen Jugend, den unfähigen Mitarbeitern, den Lehrern, Schülern, den Männern, Frauen etc.)!" Diese Art von Trans­aktionen benennt die TA als 'Zeitvertreib': Es wird nichts Schlimmes angerichtet, aber auch nichts Effektives bewirkt. Die Bezie­hung bleibt dabei oberflächlich, es kommt nur zu einer gewissen Span­nungsabfuhr in einer Atmosphäre scheinbarer Solidarität. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem gemeinsamen Jammern von angepaßten Kindern: „Die da oben machen es uns so schwer. Die haben doch keine Ahnung. Immer müssen wir ...” Belastend und ganz besonders unproduktiv verhalten sich komplementäre Transaktio­nen zwischen einem schimpfenden kritischen Eltern-Ich und einem sich jammernd rechtfertigenden angepaßten oder maulenden rebellischen Kindheits-Ich.

Gekreuzte Transaktionen

Ganz anders verlaufen Gespräche mit überra­schende Wendungen, unerwarteten Manövern und Irritationen. Nach solchen Transaktionen fragt man sich gerne „Es ging doch gut - was ging denn
schief?" (so der Titel eines lesenswerten Buches von Fanita English1), Bisweilen stellt sich auch das Gefühl ein: „Den habe ich wohl auf dem falschen Fuß erwischt". Untersuchen wir, wie es dazu kam, dann werden wir regelmäßig eine gekreuzte Transaktion ausfindig machen, mit der die unerquick­liche Wende eingeleitet wurde.

Das Wesen einer gekreuzten Transaktion besteht darin, dass B mit einem anderen Ichzustand reagiert als A ihn angeboten hat.

So folgt auf einen Stimulus eine zumindest kurzzeitig angelegte Irritation oder Unterbrechung, die manchmal zu einem Abbruch führt, zumeist aber dem Gespräch eine neue Wendung gibt. Falls wir ihr nachgehen, 'landen' wir meist ganz woanders, als wir eigentlich hin wollten. Teilweise gelingt es jedoch, den verlorenen Faden durch eine erneute Kreuzungstransaktion wieder aufzunehmen und doch noch an das eingangs angestrebte Ziel zu kommen.

Am meisten bereiten uns die folgenden beiden Typen von Kreuzungstransaktionen im All­tags Verdruß:

Bei Typ 1 richtet sich A mit dem Erwachsenen-Ich an das Erwachsenen-Ich von B, bekommt aber unerwartet eine schnodderige, aggressive oder jammerige Reaktion aus dem rebellischen oder angepaßten Kindheits-Ich:

A: „Was hast du bei der zweiten Aufgabe herausbekommen?"
B: „Das war alles viel zu schwer - wie sollte ich das denn schaffen?"

B reagiert so, als habe er einen Vorwurf aus dem Eltern-Ich von A empfangen (wobei w ir in diesem Beispiel davon ausgehen, daß auch unter­schwellig kein Vorwurf mitschwang, sondern A tatsächlich eine Frage ohne jede Beimischung stellte). Dieser Transaktionstyp entspricht dem, was in der Psychoanalyse als 'Übertragung' bezeichnet wird. In Gesprächen entgleiten wir bei dieser Transaktion oft auf sehr unproduktive Bahnen. B hängt A nämlich sozusagen das Bild einer alten Elternfigur aus seinem Leben über. B reagiert nicht auf das, was im Hier und Jetzt tatsächlich geschieht, son­dern auf etwas, was B wahrscheinlich früher oft erlebt hat und jetzt wieder­ zu erleben glaubt. Damit legt B nun A nahe, seinerseits nun tatsächlich aus dem kritischen Eltern-Ich zu reagieren - also in die sogenannte 'Gegen­übertragung' zu gehen. W enn A das tut, ist es B gelungen, die Kommuni­kation auf ein unerquickliches Nebengleis zu verlagern. Ein alter Konflikt
wird noch einmal durchlebt, ohne eine befriedigende Lösung der gegenwärtigen Situation zu fördern:

Auch bei Typ 2 kommt die Antwort ebenfalls nicht aus dem Erwachsenen-Ich. B nimmt die überlegene Position des kritischen Eltern-Ichs ein und maßregelt A wie ein Kind, das seine Aufgaben schlecht gemacht hat. Nimmt A nun diese Aufforderung an, dann gerät die Kommunikation endgültig auf ein unproduktives Gleis.

Die Kreuzungstransaktionen von Typ 1 und Typ 2 führen zu Verwirrung, Ärger,Enttäuschung und anderen schlechten Gefühlen. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, Transaktionen produktiv zu kreuzen. Eine bewußt eingesetzte Kreuzungstransaktion kann den Gesprächspartner einladen, einen unergiebigen Weg zu verlassen, den Ichzustand zu wechseln und mit etwas Erfreulicherem fortzufahren. Zumindest aber kann ich mich in diesem Falle selbst dafür entscheiden, mich nicht weiter in derlei destruktive Kommunikation hineinzubegeben, sondern für mich selbst etwas Sinnvol­les zu tun, auch wenn mein Gegenüber nicht mitzieht. Teilweise werde ich damit letzten Endes doch noch einen Ichzustandswechsel bewirken. So könnte A in den obigen Beispielen mit einer erneuten Kreuzungstransak­tion dafür sorgen, daß die Beteiligten zum ursprünglichen Thema zurückkehren und über auftretende Probleme sachlich und problemlösend mitein­ander reden:

Kreuzungstransaktionen erweisen sich in der Gesprächsführung als ein außerordentlich wichtiges und effektives Mittel. Bewußte Weichenstellungen zu den produktiven Ichzuständen werden ermöglicht, während die ver­meintlich spontanen Verläufe häufig automatisch auf die ausgetretenen, unerquicklichen Wege führen würden.

Wir alle haben ein intuitives Wissen darüber, wie man in bestimmten Situationen die Transaktionen kreuzt, zum Beispiel wenn wir ein Thema abschließen und wechseln, bei dem sich das Gespräch festgefahren hat, oder wenn wir jemanden, der 'Trübsal bläst', durch eine humorvolle Bemerkung aufhei­tern möchten, ihn also vom angepaßten ins freie Kind zu locken versuchen. Vergegenwärtigen wir uns gut verlaufene Gespräche im Nachhinein, dann werden wir feststellen, dass die Gesprächspartner überwiegend die produktiven Ichzustände und hier und da auch Kreuzungstransaktionen dahin benutzt haben. Es ist wirklich lohnend, dieses intuitive Wissen und Können auszubau­en und sich durch den gezielten Einsatz von Kreuzungstransaktionen weitere Strategien für vertrackte Gesprächssituationen anzueignen. Ein Schlüssel für eine gute Gesprächsführung liegt in der Kunst gekreuzter Transaktionen aus und zu den produktiven Ichzuständen.

Beispiele für produktive gekreuzte Transaktionen:

Folgende Beispiele sind Einladungen an die Gesprächspartner, in einen produktiven Ichzustand zu wechseln, die diese natürlich auch ablehnen können. Einige dieser Kreuzungstransaktionen sind eher für Be­ratungssituationen geeignet, in denen ein besonderer Vertrag über eine bestimmte Art der Gesprächsführung besteht. Entsprechende Aussagen sind mit einem (ß) ekennzeichnet.

  • Erwachsenen-Ich zu Erwachsenen-Ich
    Die Vertragsgrundlage klären:
    • „Was möchtest du jetzt hier von mir?
    • Worum geht es?"

    Eigene Wahrnehmungen mitteilen: „Mir fällt auf, daß du ..."
    Zur Selbstwahrnehmung auffordern:

    • „Was nimmst du jetzt hier wahr?
    • Fällt dir auf, was du gerade machst?" (B).

    Eigenes Denken, Fühlen und Verhalten transparent machen:

    • „Ich will dir erklären, wie es mir mit der Situation geht..., und deswegen ma­che ich ..."

    Zur Konkretion auffordern:

    • „Worin genau besteht das Problem ? Nen­nen Sie ein Beispiel."

    Eigene Lösungswege entwerfen lassen:

    • „Stelle das Problem lösbar dar.
    • Was hast du bereits zur Lösung des Problems unternommen?
    • Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Welche sind durchführbar?
    • Wofür ent­scheidest du dich? Überlege, wie du dein Ziel erreichen kannst!" (B)
  • Erwachsenen-Ich zu nährendem Eltern-Ich
    Zur Fürsorge gegenüber sich selbst auffordern:
    • „Was brauchst du, um das Problem zu lösen? Überlege einmal, was dir selbst guttun würde."

    Die Gesprächspartnerin dazu anregen, sich selbst eine Erlaubnis zu ge­ben:

    • „Willst du dir dieses Mal gestatten ...?" (B)
  • Nährendes Eltern-Ich zu freiem Kindheits-Ich
    Positive Zuwendung geben:
    • Jede Form von Lob, Anerkennung oder Bestätigung.

    Verständnis und Akzeptanz für die emotionale Betroffenheit zeigen:

    • „Ich kann sehr gut verstehen, wenn du ..."

    Erlaubnis geben:

    • „Du darfst... Du brauchst nicht..." Evtl. (kurze) Berührungen.
  • Freies Kindheits-Ich zu freiem Kindheits-Ich
    Eigene Gefühle äußern, ohne andere abzuwerten:
    • „Dazu habe ich jetzt (keine) Lust! Das ärgert/freut mich."

    Das Verhalten des Gesprächspartners spielerisch (!) übertreiben oder ihn dazu anregen, es selbst oder gemeinsam mit einer Gruppe zu tun.
    Witzige und schlagfertige Kommentare, die nicht auf Kosten anderer gehen oder das Problem bagatellisieren:

    • Schüler zur Englischlehrerin: „Sie sehen aber echt geil aus heute!" Lehrerin: „Say it in english, please!"
  • Erwachsenen-Ich zu rebellischem Kindheits-Ich
    Um anderen aus dem kraftlosen angepaßten Kind herauszuhelfen, kann es bisweilen sinnvoll sein, durch eine provozierende Übertrei­bung das rebellische Kind hervorzulocken, damit die betreffende Per­son über den Protest in Kontakt mit ihrer Kraft kommt:
    • „Wenn du das Problem nicht angehen willst, mußt du dich eben weiter ärgern (traurig sein etc.)."
    • „Jeder Mensch hat das Recht, seine Proble­me behalten zu dürfen."
  • kritisches Eltern-Ich zu angepaßtem Kindheits-Ich
    (Selbst-)Destruktives Verhalten konfrontieren und wenn nötig stoppen:
    • „Ich sehe, daß du dich/andere schädigst, hör auf damit!"
    • Ich finde Ihr Verhalten Mitarbeitern gegenüber unverantwortlich!"
  • Erwachsenen-Ich an alle produktiven Ichzustände
      Den 'inneren Ratgeber' ansprechen:
      • „Welchen Rat würdest du dir selbst geben bzw. ein Mensch, der es gut mit dir meint?" Diese Äuße­rung stimuliert die Fürsorge des positiven nährenden Eltern-Ichs, das klare Denken des Erwachsenen-Ichs sowie die Kreativität des freien Kindes.
  • Leider gibt es keine Garantie dafür, dass eine Kreuzung erfolgreich verläuft. Vielmehr muss man je nach Kontext die passende Strategie wählen und gegebenenfalls unterschiedliche Kreuzungstransak­tionen ausprobieren. Die obigen Beispiele können dabei hel­fen, die eigenen Wahlmöglichkeiten zu erweitern, um verschlossene oder sich im Kreis drehende Kommunikationswege wieder zu öffnen.

    Verdeckte Transaktionen

    ln vielen Gesprächen läuft nebenher eine Art 'zweites Programm' mit. Dieses ist in der Regel unausgesprochen, jedoch für die Beteiligten durch nonverbale Signale oder durch den Kontext erkennbar. Transaktionen laufen ab, bei de­nen neben der oberflächlich erkennbaren noch eine weitere, verdeckte Ebene hinzukommt. Also sind zwei Ichzustände im Spiel:

    Die beiden Ebenen bei verdeckten Transaktionen sind die so­ziale (offene) und die psychologische (verdeckte) Ebene. Das, was eigent­lich gemeint ist, wird nicht oder nicht direkt ausgesprochen, sondern ist nur indirekt zu erschließen - aus dem Klang der Stimme, der Betonung, der Mimik, der Erinnerung an vorangegangene Situationen etc. Oft istDen Gesprächspartnern ist es oft gar nicht bewußt, dass noch eine verdeckte Aussage mitschwingt, etwa dann, wenn es um Wünsche geht, die man sich nicht klar auszusprechen traut, oder um Kritik, zu der man sich nicht of­fen stellen mag.

    Die psychologische Ebene kann verschiedene Ausformungen annehmen: Entweder ist sie völlig verdeckt (mitun­ter selbst für den Absender) und wird sie erst im weiteren Verlauf offenbar, oder es werden beide Ebenen (z.B. verbal und nonverbal) deutlich erkennbar ausgesendet. Dann sprechen wir von einer doppelten Botschaft (double bind). Dazwischen existieren noch alle möglichen Zwischenformen. Das Spektrum ist gewaltig: Es reicht bis zum beiderseits bewußten 'Spiel' mit verdeck­ten Transaktionen etwa beim Flirt oder bei Ironie. Dieses Spiel kann harmlos und
    sogar lustvoll sein, wenn es als behutsames Herantasten mit offener Rück­zugsmöglichkeit genutzt wird und keine der beteiligten Personen eine Abwertung oder Verletzung erfährt. Meistens fädelt jedoch das ange­paßte Kind durch verdeckte Transaktionen die Beziehungen zu anderen Menschen so ein, dass letzten Endes die eigenen destruktiven Grundeinstellungen mit den aktuellen Erfahrungen bestätigt werden (siehe auch die mani­pulativen Spiele).

    Die eigentliche Energie liegt dann auf der verdeckten psychologischen Ebene; also wird der emotionale Ausgang des Gesprächs letztlich auch dort ent­schieden, ohne dass die Beteiligten sich dessen bewußt und sich einver­nehmlich darüber verständigt haben. Kinder müssen zum Beispiel meistens sehr früh lernen, zwischen den gesprochenen Zeilen ihrer Eltern zu lesen, spüren sie doch, dass dort die eigentliche Botschaft liegt. Der alleinige Glaube an das gesprochene Wort wird sonst in diesem Fall zu wiederholten schmerzlichen Er­fahrungen überführen. In der Familiengeschichte von Menschen mit Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis spielt diese Form verrücktmachender Kommunikation eine ganz zentrale Rolle.

    Doppelbödige Transaktionen sind somit sehr häufig der Stoff, aus dem Verwirrungen und Verstrickungen in Gesprächen gemacht sind. Eine gute Gesprächsführung lebt daher vom recht­zeitigen Erkennen und dem bewußten Umgang mit verdeckten Transaktionen.

    Regeln zum Umgang mit verdeckten Transaktionen

    • Auf doppelbödige Transaktionen strikt verzichten. Ausnahmen wären humorvoll-ironische Übertreibungen, die zur Konfrontation bestimm­ter Verhaltensweisen benutzt werden. Dann ist jedoch darauf zu achten ist, dass diese Botschaft von den Betreffenden in einem pro­duktiven Ichzustand gehört wird. Erlaubt ist es auch, wenn beide Gesprächspartner um die verdeckte Ebene wissen und ihren Spaß daran haben.
    • Die verdeckte Ebene ignorieren. Die andere Person statt dessen auf der sozialen, offen geäußerten Ebene beim Wort nehmen, weil jede Anpassung an die übermittelte verdeckte Ebene den anderen in seiner indirekten Kommunikation bestätigen würde. Dabei ist darauf zu achten, dass die eigene Position nicht unterminiert wird und daß man keine 'Rabattmarken' sammelt (das sind ungute Gefühle, die nicht aktuell und direkt ange­sprochen sondern aufgespart werden).
    • Durch Nachfragen und Ermutigung zu einer direkten Botschaft auf­fordern: „Ich nehme zwei Informationen wahr. Sag mir bitte, was du w irklich willst."
    • Konfrontation mit der verdeckten Ebene: „Mir fällt auf, dass du eine dop­pelbödige Aussage gemacht hast". Geben Sie im Anschluß Feedback über die Wirkung dieser Art von Kommunikation.
    • Bei hartnäckigem Beibehalten von verdeckten Transaktionen sollten Sie den Kontakt abbrechen („So mag ich nicht mit dir zu tun haben") und erfreulichere Gesprächspartner aufsuchen.

    Anregungen zur Selbstreflexion:

    Gehen Sie zu diesem Zweck noch einmal zurück zu den Antworten der Fragen 2 und 3 im vorherigen Kapitel, als es um die Ichzustände ging.

    1. Welche typischen Transaktionen finden zwischen Ihnen und der schwierigen Person statt?
    2. Welche Transaktionen halten Sie für sinnvoller?
    3. Durch welche geeignete Kreuzungstransaktion könnten Sie eine Wende im Gespräch einleiten? Überlegen Sie sich möglichst konkrete Beispiele und Situationen.
    • 1. English, F.: Es ging doch gut - was ging denn schief? Beziehungen in Partnerschaft, Familie und Beruf. Kaiser, München 1982

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