Beziehungsgestaltung

Beziehungsgestaltung

Wirkmechanismen

  • Übertragung und Gegenübertragung in Beratungs­situationen: Wer verwechselt wen?
  • Bewusstes und Unbewusstes
  • Abwehrmechanismen
  • Fragen stellen und Gesprächsförderung

Übertragung

Übertragung - wenn eine Person Gefühle, Wertungen und Erwartungen aus früheren Beziehungen auf ein anderes Objekte überträgt.

positive Gefühle:
Sympathie, Zuneigung,Respekt, Liebe etc.
negative Gefühle:Hass, Ärger, Wut, Verachtung, Neid etc.

Übertragungsauslöser

Übertragungsauslöser können sein: Haarfarbe, Gesichtsausdruck, Alter, Verhalten, Geschlecht, Sprache, Beruf, Mimik, Gestik etc.

Durch die Übertragung werden wichtige verdrängte Gefühle deutlich und verstehbar. Das Reflektieren von Übertragung und Gegenüber­tragung ist deshalb sehr bedeutsam und kann helfen die Beziehung / Interaktion zu verbessern.

Gegenübertragung

Gegenübertragung = alle Gefühle und Handlungsimpulse, die im Berater durch den Klienten hervorgerufen werden

Die Gegeniibertragung wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • die Lebensgeschichte der Beraterinnen
  • deren Persönlichkeitsstruktur
  • ihr Geschlecht

Die Gegenübertragung kann ein wertvolles Verstehensinstrument der Beraterinnen sein. Oft gibt erst die Reflexion der Gegenübertragung Hinweise auf die tatsächlichen Wünsche und Probleme der Klienten

Übertragung und Gegenübertragung

Der Pati­ent überträgt aus früheren Beziehungen Gefühle, Wertungen, Wünsche,Erwartungen auf den Therapeuten - großteils, ohne dass ihm dies be­wusst ist. Altes, in seinem Inneren Unerledigtes, wird reaktiviert und die Wahrnehmung verzerrt, indem der Patient den Therapeuten - meist unbewusst - mit früheren Bezugspersonen identifiziert.

  • o Beispielsweise- erwartet der Patient vielleicht auf eine sehr kind­lich-passive Weise Heilung,' etwa so. wie das Kind von der Mutter (passiv) erwartet, dass sie alles schon „richten“ möge,
  • Eventuell wird er schon bald im Therapeuten einen „Schuldigen“ finden, weil der Therapeut das Wunder der schnellen Heilung nicht zustande kriegt.
  • Eventuell identifiziert er von vornherein den Therapeuten mit allen früheren „sadistischen“ Objekten (Lehrer, Meister, strenger Vater) und rebelliert innerlich von vornherein oder bleibt von vornherein entschlossen, nur den eigenen Maximen zu folgen und sich nicht beeinflussen zu lassen („non-complianee“).
  • Entsprechend kommt der eine Patient mit rein passiven Erwartungen (in der medizinischen stationären Rehabilitation „Kurerwar­tungen“) in die Behandlung und fällt aus allen Wolken, wenn er selbst aktiv mitarbeiten bzw. innere Hürden überwinden soll.
  • Der andere kommt mit der Erwartung, dass ohnehin alles Hoffen (wieder einmal) umsonst sein wird und sabotiert unbewusst alles,was zu einem Fortschritt führen könnte.

„Übertragung“ bedeutet also auch, dass wir als Therapeuten mit vielerlei Fantasien, Hoffnungen, Befürch­ tungen und Verhaltensweisen von Patienten konfrontiert werden, von denen wir oft gar nicht wissen, wodurch wir sie uns ‘verdient’ haben .
Unsere Erscheinung, Rolle, Geschlecht, Alter, unser Verhalten - aber auch die Klinik- oder Praxissituation - liefern für den Patienten ‘Übertragungsauslöser’. die je nach seiner Geschichte ganz unterschiedlich wirken können.

Es gibt nicht nur Übertragungen auf einen Therapeuten. Auch eine Gruppe kann z-.B . als mütterliches Objekt erlebt werden; evtl. fühlen wir uns in der Gruppe wohl und geborgen, geschützt, finden Halt usw.
Auch sozialen Institutionen gegenüber kann ein Patient Übertragungen entwickeln: Die Institution wird vielleicht als bedrohlich, als böser Ver­folger oder in der Erwartung als Quell allen Heils erlebt. Relevant im Therapiekontext sind:

  • Übertragungen auf den Therapeuten
  • Übertragungen auf einen/mehrere andere Therapeuten; vielleicht repräsentiert der eine Therapeut- den guten, der andere aber den bedrohlichen sadistischen etc. Elternteil (d.h. entsprechende inne­re Objekte des Patienten werden von ihm auf den Therapeuten pro­jiziert)
  • Übertragungen auf die Gruppe oder Station
  • Übertragungen auf die Institution (Klinik)
  • evtl. Übertragungen auf den rezeptierenden Arzt
  • evtl. Übertragungen-auf die (Kosten erstattende, eine Aufenthalts­verlängerung verweigernde usw., also „gütige“ oder „strenge“, „gei­zige“) Krankenkasse oder den Rentenversicherungsträger; vielleicht verurteilt auch mein Therapeut das Verhalten der Kasse oder des rezeptierenden Arztes (so als würde z.B. die Mutter mit mir gegen den Vater koalieren).

Hintergrund einer passiven Erwartungshaltung kann sein, dass der Pati­ent von Mitmenschen enttäuscht und frustriert ist und/oder wiederholt im Stich gelassen wurde und/oder schon als Kind von den Eltern nicht erhört und nicht beachtet wurde. Hintergrund kann umgekehrt auch sein, dass er als Kind schon immer bedient wurde, dass die anderen immer überbesorgt und überbeschützend waren und in ihm die Erwartung er­zeugt haben, es komme immer Fürsorge, ohne dass man sie erst abrufen müsste. Der Therapeut ist dem nun ausgesetzt, und vielleicht spürt er dadurch den Impuls, dem Patienten wirklich alles abzunehmen, ihn zu versorgen usw. Im einen Fall braucht der Patient vielleicht eine sol­che Verwöhnungsphase („Kur“). Im andern Fall wäre der Therapeut vielleicht schlecht beraten, auf der Basis seiner „Gegenübertragung“ entsprechend zu handeln, weil er den Patienten möglicherweise dadurch in einem Zustand der Passivität belässt. Oft erzeugt die Passivität in der Gegenübertragung (als Reaktion auf die Übertragung) auch Ärger und Ungeduld beim Therapeuten.
Viele Therapeuten haben in sich ein Idealbild von dem spontan und direkt reagierenden Therapeuten. Der Therapeut braucht aber eine in­nere Möglichkeit, etwas Distanz zu seiner Gegenübertragung aufzu­nehmen und sie nicht zwangsläufig geradewegs in Handeln umzuset­zen. Manchmal ist es besser, ganz umgekehrt.zu handeln, evtl. auch mal den Patienten zu frustrieren, ihn mal warten zu lassen, ihm mal nicht das Medium zu geben, das er als liebstes möchte.
Dieses Stück innere Kontrolle des Therapeuten kann verhindern, dass man immer auf den alten Geleisen des Patienten weiterfährt, der immer wieder bei anderen
H ilfsim pulse auslöst; man würde seine Hilflosigkeit.immer, weiterför­dern; im anderen Fall würde man vielleicht durch spontanes „Ausagie­ren“ seiner Gegenübertragung in Form von Ärger oder Gereiztheit den Patienten nur erneut wieder darin bestätigen, dass alle „Objekte“ es schlecht mit ihm meinen.

Auf jeden Fall sollte man als Therapeut im Auge behalten, dass es nicht nur um eine Zwei-Personen-Konstellation geht. Das Geschehen vollzieht sich vor einem Hintergrund; dieser besteht zumindest aus den Facetten:

  • Biografie des Patienten, seine früheren Erfahrungen mit Bezugs­personen und Institutionen, die er evtl. hier überträgt,
  • Kostenträger/Ärzte/Institution, auf die sieh ebenfalls Übertra­gungen richten können.
  • Und natürlich ist nicht zu vergessen: Der Patient lebt in einem sozialen Umfeld, das ihn beeinflusst und evtl. in Übertragungsmustern (z.B.: „Bringt doch alles
    nichts!“) bestätigt.

Abwehr

Abwehr bezeichnet unbewusste Versuche zur Verringerung von Angst und anderen unlustvollen Gefühlen wie Schmerz, Kränkung, Scham und Schuld, d. h. Gefühlen, die das Selbstwertgefühl mindern. Sie helfen den Betroffenen, die durch die Krankheitsbedrohung ausgelösten intensiven Emotionen zu reduzieren, mit unwiederbringlichen Verlus­ten (z. B. Amputationen) umzugehen bzw. um Zeit zur Be­wältigung von Ereignissen (z. B. Schock nach einer Krebs­diagnose), die nicht sofort integriert werden können, zu gewinnen.

Als Ausdruck psychischer Gesundheit kann die Flexibilität in der Auswahl und Anwendung von Abwehrmechanrsmen angesehen werden. Abwehr ist allgegenwärtig und inner­halb gewisser Grenzen unerlässlich. Gerade bei körperlich Kranken gehören der Einsatz von Abwehrmechanismen zur normalen Form des Umgangs mit der Erkrankung.

Abwehr kann jedoch auch die Bewältigung von Krisen und die Lebensgestaitung be- und verhindern. Es ist deshalb wichtig, die eigenen Abwehrmechanismen und die der Pa­tienten zu erkennen, um konstruktiv damit umgehen zu können.

Abwehrmechanismen

  • Positiv
    • Schutz der Selbstachtung
    • alltäglich
    • Konfliktbewältigung
    • lebensnotwendige Funktion
  • Negativ
    • Stark eingeschränkte seelische Bewegungsfreiheit durch zunehmenden Einsatz
    • ICH verliert seine Hand­lungsfähigkeit
    • Entstehung von Neurosen und Psychosen
    • Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeiten

Abwehrmechanismen

Projektion

Projektion findet statt, wenn jemand Eigen­schaften, die an sich selbst abgelehnt wer­den, in jemand anderen hinein projiziert.
Beispiel: Patienten projizieren ihre Aggressi­vität und Wut auf die Ärzte und empfinden deren Verhalten dann als feindselig. Projek­tion schafft die Möglichkeit, unerwünschte Gefühle stellvertretend bei jemand anderen unterzubringen und dort zu thematisieren.

Spaltung

Objekte werden in "Gut" und "Böse", "Schwarz" und "Weiß" gespalten. Häufig bei Persönlichkeitsstörungen (z. B. Borderline).

Rationalisierung

Dieser Abwehrmechanismus bedient sich aller möglichen "vernünftigen" Argumente, um Gefühfsschmerzen zu entgehen.
Bei­spiel: Ihr ganzer Freundeskreis wird: zu ei­nem: großen Fest eingeladen, nur sie nicht.So etwas tut weh. Wer dieses Gefühl nicht zulassen kann, könnte behaupten: "Ich: woll­te da sowieso nicht hin, diese großen Feiernmachen mir keinen. Spaß". ‘

Verschiebung

Unangenehme Gefühle wie Wut oder Frust­rationen werden auf jemand anderen oder Gegenstände verschoben, die nicht die Ver­ursacher dieser Gefühle sind. Beispiel: Je­mand wird von seinem Chef gedemütigt und kann sich nicht wehren. Die Wut richtet sich dann gegen den Partner die Kinder etc. oder am Auto wird eine Beule an der Stoßstange verursacht.

Wendung gegen die eigene Person

Aggressionen können nicht gegen den Aggressor gerichtet werden und wen­den sich statt dessen gegen die eigene Person. Häufig bei depressiven Erkrankungen.

Reaktionsbildung

Hier zeigt sich die Abwehr in Form einer Reaktion gegen etwas, das der Betref­fende bei sich fürchtet. Beispiel: Je­mand hat Angst vor seinen eigenen erotischen/sexuellen Impulsen und Wün­schen. Reaktionsbildung bedeutet dann, Erotik und Sexualität zu bekämpfen.

Konversion

Gefühle und Konflikte werden in Form von körperlichen Symptomen ausge­drückt. Hauptabwehrmechänismus bei funktionellen psychosomatischen Be­schwerden.

Intellektuaiisierung

Theoretisches Reden über Gefühle, um sich nicht mit ihnen auseinandersetzen zu müssen.

Regression

Regression (Rückschritt) bedeutet eine Rückkehr zu früheren (kindlichen) Ver­haltensweisen, z. B. sich passiv versor­gen lassen. Wenn Regression nicht nur
vorübergehend ist, kann sie zur Verwei­gerung von Verantwortungsübernahme führen.

übliche Abwehrmechanism en im Alltag

Vermeidung

Haben Sie Angst vor einer Prüfung oder einem unangenehmen Gespräch mit ei­nem Vorgesetzten? Vermeiden sie eine Auseinandersetzung doch durch Schwierigkeiten, einen Termin zu finden oder melden sie sich krank.

Einschlafen,

Partner kennen diesen Abwehrmecha­nismus gut. Wenn sie nicht hören wollen, was ihr Partner an unangenehmen Din­gen.sagen möchte, schlafen sie doch ein­
fach ein. Das ist erfrischend und außer­dem ein effektiver Weg um Sex zu ver­meiden.

Thema wechseln

Sie befinden sich in einer unangenehmenUnterhaltung. Plötzlich erinnern sie sich an etwas sehr Wichtiges, was sie sofort ihrem Gesprächspartner sagen müssen.
Das Thema ist gewechselt und Sie sind (zumindest vorerst) gerettet.

Gegenstände verlegen

Sie wollen nicht zu einem unangenehmen. Termin. Kein Problem. Verlegen Sie ihren Autoschlüsse! und verbringen Sie genug Zeit mit dem Wiederfinden, um den Ter­min absagen zu müssen.

Sich verfahren

Sie wissen, dass heute in ihrer Therapie belastende Dinge zur Sprache kommen sollen. Tipp: Nehmen Sie doch einfach die falsche Autobahnausfahrt und verpassen so die Therapiesitzung.

Abwehrreaktion Psychodynamik
Verdrängung hysterisch
Verleugnung hysterisch
Verschiebung phobisch
Vermeidung phobisch
Wendung gegen das Selbst depressiv
Identifizierung mit dem Aggressor depressiv
Reaktionsbildung zwangsneurotisch
Intellektualisierung zwangsneurotisch
Rationalisierung zwangsneurotisch
Isolierung zwangsneurotisch
Ungeschehenmachen zwangsneurotisch
Projektion paranoid
Soziale Isolierung schizoid
Affektverdrängung schizoid
Spaltung Borderline-Syndrom

Ursachen für „Empfangsfehler”

Phantasien

Häufig reagieren wir auf andere Menschen nicht so, wie sie sind, sondern auf die Phantasien, die wir uns von ihnen machen. Phantasien über den anderen sind etwas von mir, sie können zutreffend oder unzutreffend sein. Es gibt zwei Möglichkeiten mit ihnen umzugehen:

  • Sie für sich zu behalten.
  • Sie mitzuteilen und auf die Realität zu überprüfen.

Indern ich meine Phantasien als zutreffend annehme und für mich behalte, unterbreche ich dei Kontakt nach außen und schaffe eine unheilvolle Realität. Unzutreffende Phantasien werden nie eine Korrektur erfahren und auf diese Weise scheinbar jedesmal bestätigt.

=> Unausgesprochenes verhindert Kontakt und belastet die Kommunikation.

Die Geschichte mit dem Hammer

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? rch habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein , ich seiau f ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat.
Jetzt reicht 's mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er „Guten Tag” sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel! ”

(Paul Watzlawick: Anleitung zum Ungliicklichsein, München 1993, S. 35 - 36).

=> Phantasien über den anderen sind etwas von mir.

Fragen stellen

Quiz über Frageformen

Frageformen:

  • direkte Fragen
  • suggestive Fragen
  • Älternativfragen
  • offene Fragen
  1. Ist das nicht ein schöner Tag -heute?
  2. Haben Sie einen Einweisungsschein dabei?
  3. Wie fühlen Sie sieh?
  4. Waren Sie 'schon mal: fon Krankenhaus?
  5. Wie ist es Ihnen da ergangen?
  6. Was hat Ihnen denn der Hausarzt gesagt, was hier mit Ihnen gemacht werden soll?
  7. Hat das Essen geschmeckt?
  8. Welche Beschwerden haben Sie?
  9. Wollen Sie nicht doch schon aufstehen?
  10. wie stellen Sie sich das Weitere dann vor?
  11. Ist Schwester Erna nicht lieb?
  12. Sie wollen sich rricht operieren lassen; warum eigentlich nicht?
  13. Haben Sie itire Schmerzen schon lange?
  14. Wollen Sie Tabletten oder sollen w ir Ihnen eine Spritze geben?
  15. Was geht Ihnen denn so.durch den Kopf,daß Sie nicht schlafen können?
  16. Das ist doch eine Zumutung, nicht wahr?
  17. Na, Oma, gefrt's uns denn nicht schon viel besser?
  18. Sie wollen noch nicht nach Hanse gehen,was hindert Sie daran?
  19. War das jetzt Ihre Frau oder ihre Tochter?
  20. Wamm wollen Sie denn nicht ins Altersheim?
  21. Werden Sie nun wohl schön brav ruhig sein oder muß ich Sie anschnallen?
  22. Was hat man ihnen denn gesagt?
  23. Sie sagten, das war sehr schlimm, vielleicht erzählen Sie mir mal mehr darüber ..
  24. Sie wollen schon entlassen werden, wie steilen Sie sich das Weitere dann vor?
  25. Wer hat Ihnen das verordnet?

Gesprächsförderer

Grundhaltung :

Die eigene Sichtweise zunächst zurückstellen und sich ganz in die Sichtweise des Gegenübers hineinzuversetzen versuchen. Wie erlebt er die Situation? Welche Gefühle hat er? Wie begründet er seine Meinung? Welche Interessen bringt er zum Ausdruck? Was teilt er indirekt oder nonverbal mit?

Meine Botschaft lautet:
- Ich möchte gerne verstehen und noch besser erfassen, was Sie meinen.
- Ich bin interessiert an dem, was Sie sagen.
- Fahren Sie bitte fort!

Passives Zuhören:

Blickkontakt, Nicken, den Körper zuneigen, Äußerungen wie “ Ja” ,“ Genau” , “ Hm" usw.

Aktives Zuhören:

Hier wird in eigenen Worten wiederholt, was der andere gesagt hat. Sie prüfen damit, ob sie ihn richtig verstanden haben. Der Gesprächspartner erhält die
Möglichkeit, seine Gedanken noch deutlicher auszudrücken.

Gefühle ansprechen:

ier geht es darum, die Gefühle direkt anzusprechen, die der Gesprächspartner vielleicht nur indirekt äußert oder die nonverbal mitgeteilt werden.

“Das ärgert Sie!”
"Das macht Ihnen großen Spaß”

Wünsche herausarbeiten

Wir haben auch in den schwierigsten Situationen meistens eine Vorstellung von einer optimalen Lösung. Mit dem Gesprächsförderer “ Wünsche herausarbeiten” bekommt unser Gegenüber Gelegenheit, sich seiner eigentlichen Absichten bewußt zu werden. Mit der Beantwortung der Frage nach den Wünschen versetzen wir unsere Gesprächspartnerin oftmals in einen kraftvollen Zustand.

Beispiele:
“ Was wäre denn eine optimale Lösung?”

Zusammenfassen :

Eine besondere Form des aktiven Zuhörens ist das Zusammenfassen. Manchen Menschen fällt es schwer, ihr Anliegen präzise und knapp darzustellen. Oder es hat ein langer Austausch von Argumenten stattgefunden und das Gespräch soll jetz t auf den Punkt gebracht werden. Sie versichern sich beim Gegenüber, daß sie das Wesentliche der Aussage erfaßt haben. Außerdem kann mit einer Zusammenfassung auf das Festhalten eines Ergebnisses übergeleitet werden.

Schlüsselqualifikationen

Kommende Termine

Benutzeranmeldung