Der Schnapskonsum trotzt seit 2009 der Krise

Das ist doch einmal eine positiv formulierte Nachricht: „Schnapskonsum trotzt der Krise“:

www.t-online.de/wirtschaft/id_63574974/schnapskonsum-in-deutschland-trot...

Der Pro-Kopf-Konsum dieses Hochprozentigen blieb seit 2009 konstant bei 5,4 Litern jährlich. Der Grund ist denkbar simpel und liegt weder in der Werbung noch im Geschmack des Getränks begründet. Vielmehr bietet Schnaps die in Deutschland mit Abstand preiswerteste Gelegenheit, eine möglichst große Menge Trinkalkohol für kleines Geld zu erstehen. Weit unter 10 Euro für eine Flasche einfachen Destillats sind der übliche Marktpreis. Und so greifen denn auch gerade Jugendliche (besonders geringes Budget für den Rauschmittelkonsum) und erwachsene Alkoholabhängige (besonders große Bedarfsmenge) bei den Billigspirituosen zu. Etwa 38 % der verkauften Alkoholmenge werden von 8 % der Konsument/innen konsumiert, und so ist es kein Wunder, dass der Schnapskonsum jeder Krise trotzt. Ein Grund zur Freude ist das nicht, und die rund zwei Milliarden Euro Branntweinsteuer decken kaum den geringsten Bruchteil aller Kosten, die durch das Problem entstehen.

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