Thüringer Drogenbericht 2012

Die synthetischen Drogen verdrängen immer stärker traditionelle Rauschgifte wie Heroin.

Dazu gehört auch das als "Crystal" bekannte Amphetamin. Das stellte bisher vor allem in Tschechien und in der Slowakei ein regionales Problem dar, breitet sich aber jetzt auch in Skandinavien und Osteuropa aus. In Deutschland findet dieses Rauschgift über die tschechischen Nachbarländer Bayern und Sachsen einen immer größer werdenden Markt, wobei auch Thüringen als immer mehr gefährdet gilt.

2011 sind bereits 28 Substanzen unter das Betäubungsmittelgesetz gestellt worden. 2012 waren es wohl 50. In der Bundesrepublik sind Verbote auch deshalb so schwer zu erwirken, weil es rechtlich nicht möglich sei, gleich ganze Gruppen von synthetischen Rauschgiften zu verbieten.
Zudem sind die verschiedenen Vertriebswege nur schwer aufzudecken, da ein Großteil der Produzenten in Fernost ansässig wären und ihre Produkte per Internet vertreiben. Dem Zoll gelingt es nur, einzelne Sendungen an den Flughäfen herausfischen. Auch Drogen, die unter dem Etikett "Legal Highs" verkauft würden, seien weder legal noch ungefährlich.

Cannabis ist die in Deutschland und Europa am häufigsten konsumierte Droge. Jeder Zwanzigste der Zwölf- bis Siebzehnjährigen konsumierte in den vergangenen zwölf Monaten Haschisch. Ein Drittel jener Menschen, die sich einer Suchtberatungsstelle anvertrauen, haben einen problematischen Konsum von Cannabis. Bei denen, die erstmals eine Beratung suchten, wären es weit über die Hälfte.

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