Leben mit der Krise

Dieser Teil widmet sich dem Leben in der Krise im Rahmen einer Partnerschaft. Das Leben zu Hause empfinden viele Betroffene auch während einer Krise als verträglicher als die akute  Zeit in der Klinik zu verbringen. Das Einverständnis aller Familienangehörigen und das Einhalten der getroffenen Absprachen ist ein wichtiger Punkt für das Gelingen dieser Zeit daheim. Danach geht es um die verschiedenen Aspekte des beginnenden psychotischen Geschehens, die Alarmsignale und die anfänglichen Symptome der Psychose und deren Konsequenzen. Darauf folgt ein Abschnitt über die Kommunikation mit akut psychotischen Partnern. Der Umgang mit Psychopharmaka wird auch kurz behandelt und die Krisenbegleitung im Allgemeinen.  Dem Kapitel über einfühlsames Verhalten bezüglich der Sexualität (wie man besonders in der Klinik ausgenutzt wird) während der akuten Krise folgt ein Text über den Umgang mit Kindern, Nachbarn und dem übrigen Umfeld. Dabei geht es darum, eine offene und einfühlsame Kommunikation aufzubauen. Besonderes Gewicht wird auch gelegt auf das Krankheitsmanagement bezüglich Wohnung und Arbeitsplatz. Es ist wichtig, zur Bewältigung der Krise daheim auch am Arbeitsplatz Freiräume zu schaffen, um den Betroffenen und die Kinder betreuen zu können. Es kommt auch darauf an, mit einem niedergelassenen Arzt oder Psychotherapeuten während der psychotische Krise zusammenzuarbeiten in Form einer entlastenden und fördernden psychotherapeutischen Begleitung.  Diese wird auch oft gewünscht, doch ist auch hier eine offene Kommunikation und ein informierendes Gespräch für Betroffene und deren Angehörige unabdingbar. Nur so bekommt man das Gefühl, auch als Erwachsener geachtet zu sein. Ganz klar geht es gegen eine entmündigende Überversorgung.

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