Anregungen zu Empowerment-Prozessen

Anregungen zu Empowerment-Prozessen

Fähigkeiten entdecken

  • Welche Fähigkeiten hat sich der Betroffene durch seine Erkrankung angeeignet?
  • Welche Fähigkeiten muss der Betroffene haben, ohne die ihm seine bisherigen Lebenserfolge und die Bewältigung seiner Erkrankung nicht gelungen wären?
  • Über welche Fähigkeiten des Betroffenen war der Therapeut schon einmal verblüfft, was hatte er ihm nicht zugetraut?
  • Was kann der Betroffene, wofür er vom Therapeuten bewundert wird?
  • Welche Fantasien hat der Therapeut über die unerwarteten Fähigkeiten des Betroffenen?

Selbsthilfe ersetzt Fremdhilfe

  • Hatte der Betroffene dieses Problem schon einmal und wie hat er es damals gelöst?
  •  Was tut der Betroffene, damit dieses Problem nicht noch schlimmer wird?
  •  Warum löst er dieses Problem nicht allein?
  •  Welche Fähigkeiten sind erforderlich, um dieses Problem zu lösen bzw. besser zu bewältigen?
  •  Welche äußeren Ressourcen hat der Betroffene, die mobilisiert werden könnten?
  •  Erscheint Fremdhilfe erforderlich?
  •  Was wäre entmündigende Fremdhilfe bei diesem Problem?
  •  Was wäre »selbstbefähigende« Fremdhilfe bei diesem Problem?
  •  Welche Selbstbeteiligung des Betroffenen ist möglich?

Ziele aller beteiligten Personen

  •  Welche Ziele hat der Betroffene?
  •  Welche Ziele hat der Therapeut?
  •  Widersprechen sich diese Ziele?
  •  Welchen Auftrag gibt mir der Betroffene?
  •  Welchen hätte ich gerne?
  •  Was würde der Therapeut wollen, wenn er selbst betroffen wäre?
  •  Kann der Therapeut die Ziele des Betroffenen akzeptieren?

Innere Barrieren

  •  Welches Krankheitsverständnis hat die Person?
  •  »Erlaubt« dieses Krankheitsverständnis eine Selbstbefähigung?
  • Welches Behandlungsverständnis hat die Person?
  • Welche Beziehung zwischen Therapeut und Betroffenem legt dieses Behandlungsverständnis nahe?
  •  Wie stark ist das Selbstwirksamkeitsgefühl der Person?
  • Gibt es Traumatisierungen und erlernte Hilflosigkeit, wodurch die Möglichkeit zur Eigenaktivität eingeschränkt ist?

Die Persönlichkeit des Helfers

  •  Fällt es mir persönlich allgemein eher schwer / leicht, die Eigenaktivität und Eigenverantwortung meiner Klienten zu fördern?
  • Was muss ich aufgeben, wenn meine Klienten selbstständiger werden?
  • Fällt es mir bei dieser konkreten Person schwer / leicht, Verantwortung bei ihr zu belassen?
  • Wie schwer / leicht fallt es mir, ungewöhnliche Lebensentwürfe meiner Klienten zu akzeptieren?

Kommende Termine

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